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Altenheim künftig für Flüchtlinge

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Im Wilhelm-Röhricht-Haus sollen Flüchtlinge untergebracht werden. Die ersten Bewohner sollen im Januar in das ehemalige Altenheim einziehen. Es muss nur wenig dafür umgebaut werden.

Seit einem Jahr steht das Wilhelm-Röhricht-Haus leer. Jetzt wird das ehemalige Altenheim zu einer Flüchtlingsunterkunft umgebaut. Im Januar ziehen die ersten Bewohner ein.

Das Wilhelm-Röhricht-Haus, jahrzehntelang Altenheim der Mission Leben, wurde von der Stadt im September gekauft und ein Architekturbüro mit der Umbauplanung beauftragt. Vor gut einem Jahr war der Komplex am Schiebelhuthweg aufgegeben worden. „Es hieß, das Haus lasse sich wirtschaftlich nicht mehr betreiben“, sagt Joachim Lissowski, Leiter beim Immobilienmanagement Darmstadt (IDA).

Die Grundstruktur braucht nicht angetastet werden. So beschränkt sich der Umbau darauf, den Brandschutz nachzurüsten – abgetrennte Treppenhäuser –, Haustechnik zu modernisieren, Flure und Zimmer zu renovieren. Sehr wichtig für die künftigen Bewohner: Internetzugang. In jeder Etage wird ein Hot-Spot angelegt.

Für IDA stand im Vordergrund „die schnelle Nutzbarmachung“: das Vorhandene in einen würdigen Zustand bringen. So könnten am Schiebelhuthweg ab Januar 150 Flüchtlinge unterkommen. Griffe man auf alle Ressourcen zurück – einschließlich der Ausstattung mit Doppelstockbetten –, wären es 200. Sogar 400 Menschen hätten hier Platz, würde man den Komplex um ein Dachgeschoss und einen weiteren Gebäudetrakt ergänzen.

In das ehemalige Röhrichthaus sollen zwei unterschiedliche Bewohnergruppen einziehen: Familien ins Hauptgebäude, unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in den Nebentrakt. (ers)

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