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An das marode Hallenbad erinnern nur noch einige gekachelte Sitzgelegenheiten. Das Holzdach ist schon halb abgerissen worden.
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An das marode Hallenbad erinnern nur noch einige gekachelte Sitzgelegenheiten. Das Holzdach ist schon halb abgerissen worden.

Darmstadt

Das alte Nordbad wird abgerissen

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Das Nordbad schreibt rote Zahlen. Nun investiert die Stadt Darmstadt rund 47 Millionen Euro in einen Neubau.

Jetzt geht alles ganz fix: Einen Monat, nachdem die Stadtverordneten grünes Licht für den Neubau des Darmstädter Nordbads gegeben haben, sind die Abrissarbeiten bereits voll im Gange. Nachdem kürzlich die Schadstoffe am Dach entfernt und das Innere des Altbaus entkernt worden waren, haben Arbeiter dieser Tage damit begonnen, mit Hilfe von Baggern die 47 Jahre alte Hallenkonstruktion nach und nach zu demontieren.

Mit einer breiten Mehrheit hatte die Stadtverordnetenversammlung, wie berichtet, Ende März den aktualisierten Planungen für das neue Hallen- und Freibad inklusive der Freianlagen und eines Betriebsgebäudes zugestimmt. Inklusive einer zu erwartenden Baukostensteigerung und eines Risikovorsorgezuschlags soll das Vorhaben mit maximal 47 Millionen Euro mehr als dreieinhalb Mal so viel kosten wie vor einigen Jahren von Bürgermeister und Sportdezernent Rafael Reißer(CDU) angekündigt.

Das Nordbad gehöre zu den wichtigsten Infrastrukturprojekten, die derzeit in der Stadt realisiert würden, sagte am Dienstag Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) bei einer Besichtigung der Baustelle. Die Kommune gewährleiste damit, dass eine der zentralen Sport- und Freizeiteinrichtungen „effizient modernisiert“ werde. Für die Bürgerinnen und Bürger sei der Beginn der Abrissarbeiten „das Signal, dass es mit der Gesamtmaßnahme nun losgeht“, ergänzte Bürgermeister Reißer.

Für den Abriss des 1971 errichteten Hallenbads sind vier Wochen veranschlagt. Die Kosten des Abbruchs betragen nach einer Mitteilung der Stadt rund 700 000 Euro. Die Arbeiten wurden so geplant, dass mit Beginn der Sommersaison die Abbrucharbeiten weitestgehend abgeschlossen sein werden, um in den Sommermonaten einen unbeschwerten Besuch des benachbarten Freibads des Darmstädter Schwimm- und Wassersport-Clubs (DSW) zu ermöglichen. Die Sommersaison im Freibad beginnt erst am Montag, 21. Mai, nachdem die dort für den Winterbetrieb installierte Traglufthalle abgebaut worden ist. Der Zugang zum Freibad ist – wie bisher– über das DSW-Gebäude möglich. Die Baustelle des Nordbads bleibt während der kompletten Bauphase eingezäunt. Die Liegewiese wird jedoch den Besuchern des Freibads zur Verfügung stehen.

Die Erdbauarbeiten sollen im Herbst beginnen

Das Neubauprojekt befindet sich nach Angaben der Stadt derzeit noch in der Genehmigungsphase. Mit der Erteilung der Baugenehmigung wird für das dritte Quartal gerechnet. Mit den Erdbauarbeiten soll nach dem Ende der Sommersaison im Oktober begonnen werden. Vorgesehen ist, das neue Hallenbad bis zum dritten Quartal 2020 fertigzustellen. Im darauffolgenden vierten Quartal soll das Bad dann eröffnet werden. Dann soll auch das bestehende DSW-Gebäudes abgerissen und im ersten Quartal 2021 mit dem Bau des neuen Freibadgebäudes begonnen werden. Nach den derzeitigen Planungen ist geplant, das Freibad im ersten Quartal 2022 fertigzustellen.

Als modernes Sport- und Bewegungsbad soll das kombinierte Hallen- und Freibad nach den Vorstellungen von Bürgermeister Reißer künftig jährlich rund 400 000 Besucher anlocken. Der städtische Bäder-Eigenbetrieb ist inzwischen dazu beauftragt worden, ein Konzept für das neue Bad zu erstellen, um den vielfältigen Nutzungsinteressen gerecht zu werden. Mit dem Neubau des Bades, der nach einem Entwurf des Freiburger Büros Sacker Architekten realisiert wird, werde „ein Ort des Sports und der Erholung, aber auch der Begegnung und der Integration gesichert und erneuert“, äußerte Oberbürgermeister Partsch.

Bei einem Wettbewerb für das Nordbad war der gemeinsame Entwurf des Architekturbüro Sacker und des ebenfalls in Freiburg ansässigen Büros Henne Korn Landschaftsarchitekten im Juli 2015 mit einem der zwei zweiten Preise prämiert worden. Bei dem Wettbewerb wurde zunächst kein erster Preis vergeben. Bei den Verhandlungsgesprächen im Oktober 2015 konnten dann die beiden Freiburger Büros die Stadt mit einer Überarbeitung ihrer Entwürfe für das Nordbad überzeugen und erhielten schließlich den Zuschlag, um das Bauvorhaben zu realisieren.

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