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Altbau in Ocker und Weiß

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Die städtische Wohnungsbaugesellschaft hat die beiden 50er-Jahre-Gebäude umfassend sanieren lassen und ihnen einen neuen Anbau zur Seite gestellt. Die Modernisierung soll Mitte Dezember abgeschlossen sein, der Neubau zwei Wochen darauf fertig werden.

Der gesamte Vorstand des Bauvereins griff zum Hammer. Erst Vorsitzender Hans-Jürgen Braun, dann Daniela Wagner (Grüne) und schließlich Michael Siebel (SPD) schlugen auf den langen Metallnagel ein, so fest sie konnten. „Tack, tack, tack“, tönte es zwischen den Wohnblöcken, denen dieses einschlägige Ritual galt: Richtfest für die Häuser Holzhofallee 24 und 26.

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft hat die beiden 50er-Jahre-Gebäude umfassend sanieren lassen und ihnen einen neuen Anbau zur Seite gestellt. Die Modernisierung soll Mitte Dezember abgeschlossen sein, der Neubau zwei Wochen darauf fertig werden. „Ich freue mich, das wir jetzt quasi auf der Zielgeraden sind“, kommentierte Braun den Umstand, dass es sich hier um den letzten Abschnitt der 2005 begonnenen Quartierssanierung Holzhofallee handelt. „Damit haben wir ein einheitliches Bild und eine deutliche Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität.“

Mehr Zimmer als zuvor

Die beiden Altbauten wurden jeweils um ein Geschoss aufgestockt. Auf diese Weise sind in der Holzhofallee 26 fünf Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen und in der Nummer 24 vier zusätzliche Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen entstanden. Durch einen neu gestalteten Grundriss wurden die bisherigen sechs Ein-Zimmer-Wohnungen aufgelöst. Neu hinzu gekommen sind Balkone sowie Mietergärten in den Erdgeschoss-Wohnungen.

Im Neubau entstehen auf 1134 Quadratmetern elf Wohnungen, darunter zwei barrierefreie im Erdgeschoss sowie im obersten Geschoss eine Penthousewohnung mit großer Dachterrasse. „Wir wollen hier insgesamt ein zeitgemäßes Erscheinungsbild herstellen“, betonte Braun vor der umgestalteten Altbau-Fassade, die in frischem Ocker und Weiß angelegt wurde.

30 Prozent weniger Energie

Die in die Jahre gekommenen Häuser wurden nicht nur mittels neuer Fenster, Bäder oder Versorgungsleitungen aufgewertet. Sie stehen auch energetisch besser da. Eine neue Dach- und Außenwanddämmung in Kombination mit dem Anschluss an das Blockheizkraftwerk im Quartier bewirken laut Bauverein eine Energieersparnis von rund 30 Prozent gegenüber einem konventionellen Neubau. Der Verbrauch an klimaschädigendem Kohlendioxid werde um 75 Prozent gesenkt.

Weil damit die Fördervoraussetzungen für ökologisches Bauen erfüllt sind, konnte der Bauverein entsprechende Mittel der KFW-Bank nutzen. Sie übernimmt 21,8 Prozent der Gesamtkosten von 6,5 Millionen Euro. „Das hilft uns sehr, die ehrgeizigen Ziele des Bundes und der Europäischen Union zu erreichen“, erläuterte Braun mit Blick auf die angestrebte Kohlendioxid-Reduktion.

„Es ist ein neuer Gebäudetypus entstanden“, betonte Andreas Hirschmüller vom beauftragten Architekturbüro. „Wir wünschen den Bewohnern Glück und Wohlfühlen hier.“ Mit der Vermarktung der sanierten Wohnungen ist laut Hans-Jürgen Braun bereits begonnen worden. „Die Nachfrage ist außerordentlich hoch.“ ( aw)

Wohnungsinteressenten können sich an das Vermietungsteam des Bauvereins wenden unter der Telefonnummer 06151/2815200.

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