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Alles neu auf 16 Etagen

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Auf Darmstadts höchster Baustelle gehen die Arbeiten zügig voran. Das Hochhaus der Hochschule Darmstadt in der Schöfferstraße wird saniert.

„Wir halten an unseren Plänen fest, zum Sommer 2011 hier wieder einzuziehen“, sagt Barbara Henrich, Leiterin des Dezernats Bau und Liegenschaften der HDA.

Rund 41,5 Millionen Euro, die über das Hessische Hochschulbauprogramm Heureka finanziert werden, fließen in die Sanierung des Hochhauses im Westen der Stadt. Bevor die Arbeiten genau vor einem Jahr begannen, mussten der Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften, der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) und rund 100 Angestellte Ausweichquartiere beziehen.

Auch Vorlesungs- und Veranstaltungsräume wurden für die auf zwei Jahre angesetzte Sanierung verlegt. So zogen die Mathematiker mit 645 Studierenden in die Holzhofallee, der Asta in die Schöfferstraße. Die Veranstaltungen des Fachbereichs Elektrotechnik und Informationstechnik laufen seit Herbst 2009 in 114 Containern auf dem ehemaligen Gelände des Unternehmens Roetherdruck.

Anbau für die Haustechnik

Die Fassade des 16-stöckigen Hochhauses wurde rückgebaut, an der Ostseite wird das Gebäude um einen Anbau mit 100 Quadratmeter Fläche erweitert. Er wird mit einem Installationsschacht für die Haustechnik und einem Aufzug ausgestattet, der auch dem Publikumsverkehr zugute kommen soll. Es sei eine „sehr komplexe Baustelle mit einigen Überraschungen“, sagt Bauleiterin Corinna Wilhelmi vom Büro Staab Architekten in Berlin. Sanierungen seien immer unvorhersehbar, weil oft nicht klar ist, wie gut die Bausubstanz noch ist. Beim Hochhaus etwa habe man komplexe Reparaturen am Beton vornehmen müssen. „Das war in diesem Umfang nicht eingeplant.“ Auch der Putz sei zum Großteil sehr marode gewesen.

2011 soll alles fertig sein

Im entkernten Erdgeschoss, das durch Emporen ergänzt wurde, ziehen die Serviceeinrichtungen der Hochschule mit dem größten Publikumsverkehr ein. Ins Zwischengeschoss kommt der Asta, die Stockwerke eins bis zehn wird der Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften beziehen, außerdem werden dort die Lehrräume der Elektro- und Informationstechnik untergebracht. Für Präsidium und Zentralverwaltung werden Büros ab der elften Etage eingerichtet.

Wie die Vorlesungssäle aussehen werden, ist schon jetzt erkennbar: Im Norden werden große Unterrichts-, Seminar und Laborräume mit großen Fenstern eingerichtet, im Süden kleinere Räume und Büros. Der Haupteingang des Turms wird von der West- auf die Südseite verlegt um den Platz zwischen Hochhaus und Mensa, die ebenfalls saniert wird, aufzuwerten.

Gerade angelaufen ist die Montage der neuen Fassade. Die Elemente auf der Südseite sollen die Fenster gegen Sommersonne schützen. Langfristig soll das Hochhaus Mittelpunkt des Campus werden, sagt Sabina Freienstein vom hessischen Baumanagement. Auch die Außenanlagen würden dann verschönert. ( an)

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