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Vor allem Schulen profitieren

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Bald kommen die Baukräne.
Bald kommen die Baukräne. © kurt michel/pixelio

Mehr als 48,5 Millionen Euro werden in den nächsten zwei Jahren in Darmstadt investiert. Dank der Konjunkturprogramme von Bund und Land.

Mehr als 48,5 Millionen Euro werden in den nächsten zwei Jahren in Darmstadt investiert. Dank der Konjunkturprogramme von Bund und Land. Die Stadt hatte etwa 130 Maßnahmen im vergangenen Jahr auf ihre Wunschliste für das Fördergeld gesetzt. Es sieht so aus, als könnten alle Projekte umgesetzt werden, denn Stadtverwaltung und Eigenbetrieb Immobilienmanagement (IDA) konnten die eng gesetzte Frist für die Auftragsvergabe einhalten.

So sind unter anderem der Bau eines neuen Unterrichtsgebäudes an der Bertolt-Brecht-Schule, die Sanierung der Turnhalle an der Adelungschule und der Bau eines Bolzplatzes im Europaviertel gesichert. Der Löwenanteil der Fördermittel, 35,1 Millionen Euro, fließt in den Schulbau. Der Rest kommt der Infrastruktur zugute. So sind unter anderem für Kindertagesstätten 5,5 Millionen Euro, für Straßen 2,25 Millionen Euro und für Vereine eine Million Euro vorgesehen.

Die Zeit war knapp

Noch vor wenigen Wochen war Robert Ahrnt, Koordinator für die Umsetzung der Mittel aus den Konjunkturpaketen, nicht sicher, ob die Zeit reichen werde, alle notwendigen Vorarbeiten zu bewältigen. Anfang Dezember sprach er von 15 "kippeligen Projekten". Dazu zählten die Vorhaben an der Brecht- und der Mensabau an der Büchnerschule. Bis Ende 2009 mussten die Aufträge vergeben sein. Für Mittel aus dem Bundesprogramm reicht es, wenn die Maßnahme in diesem Jahr angefangen und bis Ende 2011 abgerechnet wird.

Den Termin für das Landesprogramm einzuhalten, sei ein Kunststück gewesen, sagt Baudezernent Dieter Wenzel, denn es gab für die Projekte keine fertigen Pläne. Über Konjunkturprogramme kann nur das verwirklicht werden, was noch nicht im Haushalt der Stadt oder dem Investitionsplan von IDA genannt ist.

Zunächst musste also geplant und mit den Betroffenen geredet werden. Es folgten Ausschreibungen, Angebote wurden eingeholt. Erst dann konnten Aufträge vergeben werden. Auch die Vorbereitung für die Entschlammung des Steinbrücker Teichs war aufwendiger als gedacht. "Bis zur letzten Minute ist gearbeitet worden", sagte Wenzel.

Allein für die Maßnahmen an Schulen haben Stadt und IDA 73 Planungs- und 182 Bauaufträge erteilt. Dabei hat sich herausgestellt, dass manche Maßnahme billiger wird als zunächst gedacht. So auch die Sanierung der Turnhalle an der Adelungschule. Das Geld, das dort gespart werden kann, wird jetzt für zusätzliche Räume an der Schillerschule verwendet.

Mit den bislang vergebenen Aufgaben ist das Gesamtpensum noch längst nicht abgearbeitet. Zur Fristwahrung mussten zunächst nur "die wesentlichen Aufträge" erteilt werden. "Das bedeutet, dass entweder mehr als die Hälfte des Volumens abgedeckt wurde oder wichtige Teile, wie ein Rohbau, beauftragt worden sind", beschreibt Ahrnt die Definition der Landesregierung.

Teilaufträge noch offen

Das bedeutet, dass auch Betriebe, die bislang von den Konjunkturprogrammen noch nicht profitiert haben, durchaus noch auf Arbeit hoffen können. Ziel der Investitionspakete war es, die regionale Wirtschaft zu fördern. Ahrnt schätzt, dass mehr als drei Viertel der Verträge mit Betrieben im Rhein-Main Gebiet geschlossen worden sind. Nur Groß- und Spezialaufträge wie die Entschlammung des Steinbrücker Teichs seien überregional vergeben worden.

Diese Erfahrung hat auch der Obermeister der Bauinnung Darmstadt, Edgar Langendorf, gemacht. Weil vor allem die energetische Sanierung gefördert werde, profitierten Fensterbauer sowie Dämm- und Isolierfirmen. Kleine Arbeiten seien bereits erfolgt, sagt Dezernent Wenzel. So sind die Fahrbahn der Klappacher Straße und der Radweg entlang der Eschollbrücker Straße erneuert worden. Für die meisten Vorhaben werden nun die restlichen Aufträge erteilt. Dann beginnt für die Behörden die Arbeit für das Förderprogramm des Bundes. (rf)

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