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Der Erweiterungsbau (l.) wird mit einem Brückenbau mit den Bestandsgebäuden verbunden.

Darmstadt

Alice-Hospital erhält einen Anbau

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In dem Erweiterungsgebäude, das bis Ende 2021 fertig sein soll, werden auch eine neue Intensivstation und ein Kreißsaal geschaffen. Die Bauarbeiten beginnen im Frühjahr.

Auf dem Gelände rund um das Alice-Hospital in Darmstadt ist in den vergangenen Jahren viel passiert. An der Dieburger Straße sind Ärztehäuser entstanden, und die Kinderkliniken des Krankenhauses wurden um eine Etage aufgestockt. Vom Frühjahr an soll nun auf dem Klinik-Campus für knapp 30 Millionen Euro ein fünfgeschossiges Erweiterungsgebäude entstehen.

Wie Marcus Fleischhauer, der Kaufmännische Geschäftsführer des Alice-Hospitals, im Gespräch mit der FR sagte, handelt es sich beim „Erweiterungsbau 2021“ um das erste von drei geplanten größeren Bauvorhaben, die innerhalb der nächsten zehn Jahre auf dem Klinikgelände realisiert werden sollen. Nach dem Erweiterungsbau, der Ende 2021 bezogen werden soll, wird in einem zweiten Abschnitt an der Stelle des jetzigen „Ludwighauses“ ein weiterer Neubau entstehen, in dem weitere Arztpraxen angesiedelt werden sollen. Zudem will die Klinik, die von einer Stiftung getragen wird, zusätzlichen günstigen Wohnraum für die Beschäftigten und Auszubildenden des Alice-Hospitals schaffen. Und um die angespannte Parkplatzsituation für Besucher und Patienten der Klinik nachhaltig zu verbessern, gibt es nach den Worten Fleischhauers zudem bereits intensive Überlegungen, auf dem Klinikgelände unter dem derzeitigen Klinikgarten eine Tiefgarage mit 140 bis 190 Plätzen zu errichten.

Für die bauliche Erweiterung der Klinik wurde nach Angaben von Rainer Gilbert, dem Technischen Leiter des Alice-Hospitals, bereits im September 2017 der Bauantrag gestellt. Gilbert geht davon aus, dass spätestens im Frühjahr die Baugrube ausgehoben werden kann. Dieser Tage wurde bereits damit begonnen, ein Technikgebäude abzureißen. Die Planung des Bauvorhabens sei in enger Absprache mit den zuständigen Behörden der Stadt, insbesondere mit der städtischen Denkmalschutzbehörde und dem Landesamt für Denkmalschutz sowie im Hinblick auf die Weltkulturerbe-Bewerbung der Stadt mit dem „Advisory Board – Weltkulturerbe Mathildenhöhe Darmstadt“, erfolgt.

Der Klinik-Campus befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Mathildenhöhe und dem Hochzeitsturm,

Fleischhauer zufolge sollen mit dem Erweiterungsbau nicht nur die Bettenkapazitäten gesteigert, sondern zugleich auch die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten verbessert werden.

In dem Neubau entstehen eine neue Intensivstation mit 14 Betten, ein neuer Kreißsaal mit einer Bettenstation sowie neue Räume für die Endoskopie und Pneumologie. Der Neubau soll mit einem zurückspringenden dreigeschossigen Brückenbauwerk direkt an den Anbau Ost und somit an den Altbau des Alice-Hospitals angebunden werden.

Der Entwurf für den Erweiterungsbau stammt vom Frankfurter Büro WRL Architekten, das bereits für diverse Umbau-, Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten zuständig war. Die nach Prinzessin Alice von Hessen und bei Rhein benannte Stiftung, die Trägerin des Hospitals ist, finanziert den Neubau ausschließlich aus Eigenmitteln.

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