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Aktiv gegen Rechts

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Umtriebiges Aktionsbündnis.

Das Aktionsbündnis gegen Rechtsextremismus des Landkreis Groß-Gerau ist mittlerweile eine gut vernetzte Gemeinschaft von rund 50 Einzelpersonen sowie ähnlich vielen Initiativen und Verbänden.

Die bei der Gründung im Februar 2014 benannten Moderatoren Birgit Ruland vom Sozial- und Integrationsbüro, Jochen Auer, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Groß-Gerau, und Wolfgang Prawitz vom Evangelischen Dekanat berichteten, dass jetzt ein Flyer erstellt werde, um die Darstellung der Anliegen des Bündnisses stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

Mehr agieren statt reagieren

Wilfried Rexroth vom Hessischen Beratungsnetzwerk gegen Rechts unterstrich die Bedeutung der öffentlichen Präsenz: „Das Problem der vielen Initiativen gegen Rechtsextremismus ist, dass sie meist nur reagieren – etwa auf Nazi-Schmierereien – statt zu agieren. Wir dürfen nicht aus dem Blick verlieren, dass Rechtsextreme nur deshalb zu Potte kommen, weil es in der Mitte der Gesellschaft fruchtbaren Boden für ihre Ideologie gibt.“ Prawitz berichtete über die Planungen zu einer Plakatwand, dafür hatten sich mehr als 100 Groß-Gerauer fotografieren lassen. Sie zeigen „Gesicht“ für Demokratie und Toleranz.

Bei der Stadt soll geklärt werden, ob zeitgleich Plakatwände an den Stadteingängen frei sind. Von Beginn an lautete die Absprache, dass das „Respektplakat“ in unregelmäßigem Turnus immer dann installiert werden soll, wenn es Lücken in der städtischen und gewerblichen Plakatierung gibt. Birgit Ruland griff die Problematik unqualifizierten Umgangs mit Flüchtlingen auf.

„Viele Bürger wollen helfen, haben Mitleid. Aber Flüchtlinge dürfen nicht nur als Opfer gesehen werden“, sagte sie. „Es sind aber erwachsene Menschen, die hier leben wollen und eigene Vorstellungen haben. Sie wollen sich nicht auf dem schmalen Pfad dessen bewegen, was wir uns für sie vorstellen. Erst im vorurteilslosen, gleichberechtigten Austausch verändert sich das Bild, das wir uns machen.“ Nächstes Treffen des Aktionsbündnisses ist am Mittwoch, 23. September, um 19 Uhr im Alten Amtsgericht. (lot)

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