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Robert Ahrnt tritt zum 1. Oktober seine Stelle als Vize-Landrat an.

Darmstadt-Dieburg

Ahrnt folgt auf Fleischmann

Die Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP wählt Grünen-Politiker und bisherigen Chef-Stadtplaner der Stadt Langen zum Ersten Kreisbeigeordneten.

Mit den Stimmen der Koalition aus SPD, Grünen und FDP hat der Kreistag Darmstadt-Dieburg am Montagnachmittag Robert Ahrnt (Grüne) zum neuen Ersten Kreisbeigeordneten gewählt. Für den bisherigen Chef-Stadtplaner der Stadt Langen wurden 35 Stimmen abgegeben. Weil zwei Kreistagsmitglieder der SPD nicht anwesend waren, verfügte die Ampelkoalition über genau so viele Stimmen. 25 Kreistagsabgeordnete stimmten gegen den 55-Jährigen, zudem gab es eine Enthaltung. Ahrnt folgt zum 1. Oktober auf seinen Parteifreund Christel Fleischmann, der im Januar mitgeteilt hatte, dass er zum 30. September in den Ruhestand gehen wird.

Ahrnt, der seit mehr als 30 Jahren politisch aktiv ist, war langjähriges Kreistagsmitglied der Grünen. Der Stadtplaner und Architekt hatte erst im Frühjahr vorigen Jahres die Leitung des Fachdienstes Bauwesen, Stadt- und Umweltplanung in der Langener Stadtverwaltung übernommen, wo er schon einmal nach seinem Studium ein Jahr lang gearbeitet hatte, bevor es ihn zum Landkreis Darmstadt-Dieburg und zur Stadt Darmstadt zog. Dort war er unter anderem bei der Bauaufsicht, im Stadtplanungsamt und als Referent mehrerer Baudezernenten tätig. So war Ahrnt etwa zuständig für die Koordinierung bedeutender Projekte wie dem Kongresszentrum „Darmstadtium“, und er kümmerte sich um die geforderte ICE-Anbindung an die Stadt Darmstadt. Danach wechselte er zur städtischen Bauverein AG, um dort die Umwandlung von ehemaligen Militärflächen in Wohngebiete vorzubereiten. Vor seinem Wechsel nach Langen leitete Ahrnt in Viernheim das Amt für Stadtentwicklung und Umwelt. In der Kreisverwaltung in Darmstadt-Kranichstein wird er für den Schulbau, den öffentlichen Personennahverkehr und Umweltthemen zuständig sein.

Ahrnt sagte der FR, er habe den Eindruck, von ihm werde erwartet, „neue Impulse zu setzen“. Über die infrastrukturellen Schwierigkeiten beim Thema Nahverkehr sollten die Stadt Darmstadt und der Kreis sachlich miteinander diskutieren, um zu Verbesserungen zu kommen.

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