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Ärger um Gebetshaus

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Der Erziehungs- und Kulturverein Al-Rahma-Moschee will ein zweistöckiges Wohn- und Geschäftshaus in der Darmstädter Holzhofallee in ein islamisches Gebetshaus umwandeln. Ein Bauantrag liegt wegen des Einspruchs eines Nachbarn derzeit auf Eis.

Von Nachbarn kritisch gesehen wird das Vorhaben, ein zweistöckiges Wohn- und Geschäftshaus in der Darmstädter Holzhofallee in ein islamisches Gebetshaus umzuwandeln. Anwohner fürchten vor allem Verkehrsprobleme, wenn Gläubige zum Freitagsgebet kommen. Gerüchte, nach denen eine Moschee errichtet werden soll, stimmen nicht.

Wie Baudirektor Bernd Neubert auf Anfrage sagte, hat der Besitzer der Immobilie im November 2010 bei der Stadt eine Bauvoranfrage für ein Kultur- und Vereinshaus mit Gebetsraum eingereicht, die positiv beschieden worden sei. Inzwischen liege auch ein Bauantrag des Erziehungs- und Kulturvereins Al-Rahma-Moschee vor, der aber wegen des Einspruchs eines Nachbarn derzeit auf Eis liege.

Der Verein wolle einen Frauen- und einen Männertreff einrichten, außerdem Gebetsräume, Waschräume sowie eine Teestube. Das Zentrum soll für Veranstaltungen, Seminare, muttersprachlichen Unterricht und Unterricht in Deutsch sowie für Ausstellungen genutzt werden.

Die Zahl der Gläubigen beim Freitagsgebet sei mit 50 bis 60 angegeben. Das sei mit den vorhandenen sechs Stellplätzen vereinbar, betonte Neubert. Denn die Stellplatzsatzung der Stadt schreibe für „Kirchen überörtlicher Bedeutung“ einen Platz pro zehn Besuchern vor. Außerdem wies er darauf hin, dass Gebetshäuser oder Moscheen in Wohngebieten, Dorf-, Misch- und Kerngebieten zulässig seien. (ryp)

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