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Ärger um Blindgänger

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Babenhausen Eltern lassen Schüler zu Hause

Die Suche nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände des geplanten Neubaus der Offenen Schule Babenhausen sorgt für Aufregung. Das Informationsschreiben von Kreis-Schuldezernent Christel Fleischmann (Grüne) scheint die Gemüter nicht beruhigt zu haben. Fleischmann hatte gesagt, dass „gegenwärtig für alle Beteiligten keinerlei Gefahr“ bestünde.

Dem widerspricht der Schulelternbeirat. Er zitiert aus einem Schreiben der mit der Bombensuche beauftragten Firma, die eine Gefahr durch Probebohrungen als „sehr gering“ einstuft. Für Elternbeiratsvorsitzenden Peter Watzlaw bedeutet dies ein Restrisiko, welches von Fleischmann „weginterpretiert“ werde, wie es in einem Schreiben an den Schuldezernenten heißt. Die Aussage, dass „keinerlei Gefahr“ bestünde, sei „eindeutig falsch“.

Deshalb hat der Elternbeirat dazu aufgerufen, die Schüler nicht zur Schule zu schicken. Zudem fordert er, die Untersuchungen auszusetzen, bis Eltern und Schulleitung ausreichend informiert seien. Mindestens bis Mittwoch sollen die Arbeiten ruhen.

Landkreis sieht keine Gefahr

Dem Aufruf seien etwa drei bis fünf Schüler pro Klasse gefolgt, schätzt der kommissarische Schulleiter Uwe Schimsheimer. Obwohl er die Gefahr persönlich als nicht groß einschätze, gestehe er den Eltern die Entscheidung zu, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken. Kein Verständnis für den Aufruf haben jedoch Staatliches Schulamt und Landkreis. „Wir sehen aktuell keine Gefährdung“, sagt Kreissprecher Frank Horneff. Einen Aufschub der Untersuchung werde es nicht geben.

Peter Watzlaw will erreichen, dass außerhalb der Schulzeiten gebohrt wird. Deshalb gibt es heute Abend eine Beiratssitzung.( bach)

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