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Acht Flutlichtmasten für Sportler

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Auf der Rasenfläche hinter dem Stadion enstehen Kunstrasenplätze, die von Flutlichtmasten flankiert werden sollen.
Auf der Rasenfläche hinter dem Stadion enstehen Kunstrasenplätze, die von Flutlichtmasten flankiert werden sollen. © Wulf-Ingo Gilbert

Der Ausschuss Planungs-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss ist für acht Flutlichtmasten. Das Kleinspielfeld soll zwei, der große Platz sechs Flutlichtmasten erhalten.

Der VfR Groß-Gerau ist bei der Weiterentwicklung seiner Sportanlagen einen Schritt weiter. Mit den Stimmen von CDU, Grünen, Kombi und FDP hat der Planungs-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss dem geplanten Bau von acht Flutlichtmasten zugestimmt.

Die SPD votierte dagegen, weil sie ein Licht-Immissions-Gutachten gern vor der Beschlussfassung gehabt hätte. „Das Gutachten sollte bei der Abwägung eine Rolle spielen“, befand Fraktionschef Jürgen Martin. Stattdessen soll die Bauaufsicht lediglich darauf hingewiesen werden, dass aufgrund der unmittelbar angrenzenden Wohnbebauung eine solche Expertise nötig ist.

Der VfR Groß-Gerau will einen der Rasenplätze an der Gernsheimer Straße aufgeben und stattdessen zwei Kunstrasenplätze bauen. Einen großen mit 103 auf 68 Meter, der auch für den Wettkampfbetrieb bei den Aktiven geeignet ist, und einen kleineren von 55 auf 35 Meter, auf dem die Jugend zum Zuge kommen soll und die jüngeren Teams auch ihre Spiele austragen können.

Die jetzigen Rasenflächen haben den Nachteil, dass sie nicht ganzjährig bespielbar sind. Insbesondere im Herbst und Winter ist oft nur ein eingeschränkter Trainings- und Spielbetrieb möglich. Bei zwei Aktiven-Teams, einer Alten-Herren-Mannschaften sowie 16 Altersklassen bei der Jugend und mehr als 300 aktiven Sportlern benötigt der VfR aber ausreichend Trainingszeiten. Zugleich könnten auch andere Vereine die Anlage nutzen.

Keine zusätzlichen Kosten

Das Kleinspielfeld soll zwei, der große Platz sechs Flutlichtmasten erhalten, die 16 bis 18 Meter hoch sind. Zusätzliche Kosten kämen auf die Stadt nicht zu, sagte Bürgermeister Stefan Sauer (CDU) auf eine entsprechende Nachfrage von Irene Mougoui (FDP). Im vergangenen Jahr hatte das Parlament beschlossen, das Vorhaben des VfR mit maximal 150 000 Euro zu unterstützen. Der Verein rechnet für das Projekt mit Kosten von 650 000 bis 700 000 Euro.

Das Gelände des alten TV-Platzes, auf dem die Kunstrasenplätze entstehen sollen, ist Teil des 7,5 Hektar großen Sportbands, das von der Darmstädter Straße im Osten bis zur Gernsheimer Straße im Westen reicht (VfR-Rasenplätze, Freibad, Kreissporthalle). Nach Auffassung von Stadtplaner Wilhelm Plattner kann das Vorhaben nach Paragraf 35 Baugesetzbuch als Bauen im Außenbereich beurteilt werden – eine Einschätzung, die Jürgen Martin angesichts der angrenzenden Wohnbebauung zumindest für bedenklich hielt. Weil es Nachbarn gibt, soll der VfR mit einer gutachterlichen Einschätzung nachweisen, dass sich die geplante Beleuchtung mit der Umgebung verträgt.

Auch Renate Wahrig-Burfeind (Grüne) hakte nach, ob man die Entscheidung nicht verschieben könne, bis das Lichtgutachten vorliege. So viel Zeit ist aufgrund der Fristen im Baurecht aber nicht mehr. Wenn die Stadt das Vorhaben bis zum 14. September nicht ablehne, habe sie automatisch zugestimmt, so Plattner.

Stefan Sauer legte schließlich dar, dass der Verein nicht ewig Zeit habe, da er auf Zuwendungen angewiesen sei und Förderanträge etwa beim Land liefen – und letztlich stimmte der Ausschuss mehrheitlich zu.

Da die geplante Flutlichtanlage unmittelbar neben Wohnbebauung errichtet werden soll, muss der Antragsteller mithilfe einer gutachterlichen Einschätzung die Verträglichkeit mit der Umgebung darstellen (Blendung, Raumaufhellung, Betriebszeiten, Art der Leuchtmittel, Ausrichtung). (mz/ers)

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