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80-Jährige stirbt bei Brand in Darmstadt

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Feuer in einem Einfamilienhaus: Das Haus in Darmstadt-Wixhausen wurde unbewohnbar.
Feuer in einem Einfamilienhaus: Das Haus in Darmstadt-Wixhausen wurde unbewohnbar. © dpa

Eine Tote und ein Schwerverletzter, das ist die traurige Bilanz des Feuers in einem Einfamilienhaus in Darmstadt-Wixhausen. Eine 80-jährige gehbehinderte Frau stirbt in den Flammen, ihr Sohn kann sich verletzt ins Freie retten.

Am Montagmorgen ist eine 80 Jahre alte Frau beim Brand ihres Hauses in der Bert-Brecht-Straße im Darmstädter Stadtteil Wixhausen ums Leben gekommen. Ihr 44 Jahre alter Sohn konnte sich retten, berichtet die Feuerwehr; er kam mit Brandverletzungen und einer Rauchvergiftung in eine Klinik.

Die Feuerwehr wurde um 6.29 Uhr wegen eines Dachstuhlbrands alarmiert. Doch als die Berufsfeuerwehr Darmstadt und die Freiwillige Feuerwehr Wixhausen fünf Minuten später mit je einem Löschzug – insgesamt 35 Mann – an dem einstöckigen Einfamilienhaus mit Walmdach ankommen, steht nicht nur der ausgebaute Dachstuhl in Flammen. Der Brand hat sich längst über die Holztreppe ins Erdgeschoss vorangefressen – Flammen und Rauch versperren den Feuerwehrleuten den Weg ins Innere.

Der 44-jährige Sohn der Hausbesitzerin kommt ihnen mit verrußtem Gesicht und Brandwunden entgegen, die er sich bei Löschversuchen zugezogen hat. Der Rettungsdienst bringt ihn in eine Klinik. Das Schicksal seiner Mutter, die im Dachstuhl übernachtet hat, ist zunächst ungewiss.

Die Feuerwehr kann den Brand nur von außen bekämpfen. Doch wie Volker Reibold, Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr, berichtet, können die Flammen relativ schnell gelöscht werden, da das freistehende Haus von allen Seiten zugänglich ist.

Dann aber gibt es die traurige Gewissheit: „Für die Dame des Hauses kam jede Hilfe zu spät.“ Ein fassungsloser Nachbar kommentiert das mit den Worten: „Das ist eine große Tragödie.“ Der Dachstuhl, in dem die alte Frau wohl auf einer Couch oder Liege lag, ist weitgehend ausgebrannt.

Zur Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse. Ein Brandermittler, der die verkohlte Holztreppe herunterkommt, erzählt, dort oben sei kaum noch etwas zu erkennen. Zur Straßenseite hin habe wohl eine Musikanlage gestanden, auf der Seite zum rückwärtigen Garten eine Lampe. „Mehr ist nicht mehr.“

Die große Hitze hat im Erdgeschoss Fensterglas zerspringen lassen. Vor der Garage steht das Auto des 44-Jährigen; auf der Motorhaube liegen etliche kleinere Brocken von Dachziegeln.

Nachbarin Regina Ruths erzählt, sie habe beim morgendlichen Lüften ihrer Wohnung den Geruch von verbranntem Holz wahrgenommen und sofort ihren Mann informiert, der selbst Feuerwehrmann in Bensheim ist.

Sie habe die Feuerwehr alarmiert, ihr Mann sei unterdessen zum Brandort geeilt. Da habe die Treppe nach oben schon lichterloh gebrannt. „Er wollte retten, wie Feuerwehrleute halt so sind, aber es war schon zu spät. Er hätte sich sonst selbst in höchste Gefahr begeben“, berichtet die junge Frau.

Die alte Dame hatte nach Angaben von Anwohnern vor ein bis zwei Jahren einen Schlaganfall erlitten und war seither gehbehindert. Ihr Rollator steht im Erdgeschoss.

„Das waren nette Leute“, sagt ein Mann, der ein paar Häuser weiter weg wohnt. Der Sohn habe sich sehr um seine Mutter gekümmert und von zu Hause aus als Immobilienmakler gearbeitet. Andere meinen, er habe keine Arbeit gehabt.

Elli Fuchs, die im Haus auf der anderen Straßenseite wohnt, hat oft mit ihrer Nachbarin gesprochen. Beim letzten Besuch bei ihr am Samstag habe sich die 80-Jährige von ihr mit folgenden Worten verabschiedet: „Lass dich bald wieder sehen.“ (ryp)

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