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Auch die Tennishalle des SG Arheilgen befindet sich in der Nähe des Arheilger Mühlchens.

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Darmstadt: Sportpark am Badesee

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Die Sportgemeinschaft Arheilgen legt ein Entwicklungskonzept vor.

Wie soll sich die Sportgemeinschaft Arheilgen (SGA) in den nächsten zehn bis 15 Jahren vor allem baulich weiterentwickeln? Über diese Frage hat sich der Architekt Thomas Zimmermann vom Frankfurter Büro „Raum-Z Architekten“ in den vergangenen Monaten intensiv Gedanken gemacht. Zimmermann, der selbst Mitglied der SGA ist, hat im Auftrag des Sportvereins ein „räumliches Entwicklungskonzept“ zur Etablierung eines Sportparks am Naturbadesee „Arheilger Mühlchen“ erarbeitet. Das von Zimmermann vorgelegte Konzept wurde bereits vom Magistrat und am Donnerstagabend auch von der Stadtverordnetenversammlung wohlwollend zur Kenntnis genommen.

Nach Auffassung von Bürgermeister und Sportdezernent Rafael Reißer (CDU) sollte das Vorgehen des Vereins, in Eigenregie eine Bestandsanalyse und einen Entwicklungsplan zu erarbeiten, „Vorbildcharakter auch für andere Sportvereine“ haben.

Die SGA verfügt derzeit nach den Worten von Rolf Brücher, dem für Bauangelegenheiten zuständigen Vizepräsidenten des Vereins, über 17 Sportanlagen und bietet in dem nördlichen Darmstädter Stadtteil ein umfangreiches Sportangebot an. So betreibt der Verein, der derzeit mehr als 20 hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt, auch ein eigenes Gesundheitsstudio sowie einen Bewegungs- und Ernährungskindergarten. Das Angebot soll nach Angaben Brüchers in den nächsten Jahren allerdings noch besser an den Bedürfnissen der Vereinsmitglieder und der Arheilger Bürger ausgerichtet werden.

Das von Zimmermann erarbeitete Konzept soll zu einer besseren strategischen Steuerung genutzt werden und auch zur Planungssicherheit dienen. Es soll aufzeigen, wie sich der Verein mit Rücksicht auf bestehende Eigentumsverhältnisse sowie planerische und naturschutzrechtliche Vorgaben rund um das Arheilger Mühlchen weiterentwickeln könnte.

Nach dem Beschluss des Magistrats wird das Sportamt die vom Verein in dem Plan definierten Ziele nun in den laufenden Sportentwicklungsprozessen berücksichtigen. Laut der Magistratsvorlage stellt das Konzept eine „vorabgestimmte Bodennutzung“ für einen mittelfristigen Zeitraum, bis etwa zum Jahr 2030, dar. Vorgesehen ist auch, die Sportanlagen mit den vorhandenen Naherholungsmöglichkeiten zu verbinden. Die Grünflächen um den von der Stadt langfristig gepachteten Naturbadesee, der im Volksmund „Mühlchen“ genannt wird, gelten laut der Vorlage als „Vorrangiges Entwicklungsgebiet mit Zentralitätsfunktion“. Geplant ist, das Gelände auszuweiten, die Bewegungsmöglichkeiten qualitativ zu verbessern und das Areal als attraktives Zentrum weiter aufzuwerten.

So beabsichtigt der Sportverein, in den nächsten Jahren ein kleines Fußballfeld für Nachwuchsmannschaften neu zu bauen. Auch sollen am SGA-Zentrum bis zu 100 Parkplätze geschaffen, ein neues Umkleide- und Sanitärgebäude mit einem Fußballerheim und eine Trainingshalle auf dem Fußballareal errichtet sowie der Verbindungsweg entlang des Arheilger Mühlchens zwischen dem SGA-Zentrum und dem Fußballplatz saniert werden.

Ferner ist mittelfristig geplant, das Areal der Rad- und Rollsportanlage und die Boulestrecke zu sanieren und als attraktives Entrée zum SGA-Sportpark herzurichten. Auch soll das SGA-Zentrum erweitert sowie ein neues Gebäude für das vereinseigene Gesundheitszentrum gebaut werden.

Die Sportgemeinschaft Arheiligen im Überblick

Mit über 4700 Mitgliedern ist die Sportgemeinschaft Arheilgen Darmstadts größter Mehrspartensportverein.

Das Angebot reicht von Bahnengolf, Fußball, einem eigenen Fitness-Studio bis hin zu Triathlon. Der Verein bietet sowohl Wettkampfsport als auch dem Freizeit- und Gesundheitssportler aktive körperliche Bewegungsmöglichkeiten in 16 Fachabteilungen an. jjo

www.sg-arheilgen.de

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