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Auch auf dem Messplatz sollen Sozialwohnungen entstehen. Bild: Jens Joachim

Darmstadt

Darmstadt richtet Fokus auf den sozialen Wohnungsbau

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Kooperationsfraktionen Grüne, CDU und Uffbasse sowie die AfD beschließen Haushalt 2020. Stadtparlament stimmt mit großer Mehrheit für den Verkauf des Messplatzes.

Die Stadt Darmstadt wird im nächsten Jahr so viel Geld wie noch nie zuvor für den geförderten Wohnungsbau ausgeben. Während jahrelang noch nicht einmal eine Million Euro im Haushalt eingeplant wurden, sollen nun 11,5 Millionen Euro investiert werden. Das haben die Stadtverordneten am Dienstag im Zuge der Haushaltsdebatte beschlossen. Dem Etat stimmten die beiden Koalitionsfraktionen Grüne und CDU, der Kooperationspartner Uffbasse und die AfD-Fraktion zu.

Während der Grünen-Fraktionsvorsitzende Yücel Akdeniz die geplanten Investitionen in den sozialen Wohnungsbau als „herausragend“ und „notwendig“ lobte, äußerte Linken-Fraktionschef Uli Franke, weil in der Vergangenheit viel zu wenig in den sozialen Wohnungsbau investiert worden sei, seien die Jahre 2011 bis 2017 „verlorene Jahre“ gewesen.

Akdeniz wies darauf hin, dass in der Stadt derzeit an vielen Stellen neue Wohnquartiere entstünden. Wo dies sinnvoll sei, würden ursprünglich gewerblich genutzte Areale in Wohngebiete umgewandelt. Die Grünen hatten sich im Kommunalwahlkampf 2016 für den Bau von 10 000 Wohnungen in dieser Legislaturperiode ausgesprochen. CDU-Fraktionschef Roland Desch sagte, beim Bau von Wohnungen dürfe es auch in der Zukunft „keinen Stillstand geben“. Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Siebel (SPD) äußerte in seiner Haushaltsrede, benötigt würden weitere 5000 Wohnungen.

Mit den Stimmen von Grünen, CDU, Uffbasse und der SPD beschloss das Stadtparlament zudem, den Messplatz an eine Tochterfirma der städtischen Bauverein AG zu verkaufen. Auf dem Areal im Norden der Innenstadt sollen auch Sozialwohnungen sowie eine Kindertagesstätte entstehen. Abgelehnt wurde der Antrag der Linken, den Messplatz nicht zu verkaufen, sondern das vier Hektar große Areal in Erbpacht für 99 Jahre zu vergeben und den Platz als „Modellprojekt für klimaneutralen, ressourcenschonenden und sozialen Mietwohnungsbau“ zu entwickeln.

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