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Der Trog soll im Sommer 2020 provisorisch ertüchtigt werden.

Darmstadt

Unfallschwerpunkt in Darmstadt wird entschärft

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Auf der Bundesstraße 26 kommt es vor allem auf nasser Fahrbahn immer wieder zu Unfällen. Jetzt soll die Asphaltdecke erneuert werden. Zudem wird die Entwässerung des Trogbauwerks saniert.

Auf der Bundesstraße 26 wird demnächst gebaut. Gleichzeitig lässt die Stadt prüfen, ob dort eine zusätzliche Busspur eingerichtet werden kann.

Am Wochenende wird die Asphaltdecke am östlichen Ortseingang von Darmstadt im Bereich des Knotenpunktes Heinrichstraße/Aschaffenburger Straße erneuert, kündigt die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil an. Der Abschnitt gilt als Unfallschwerpunkt. Vor allem auf nasser Fahrbahn sei es zu Auffahrunfällen gekommen. Eine Untersuchung habe eine mangelhafte Griffigkeit der Fahrbahn ergeben, teilt Hessen Mobil mit. Am Mittwoch waren in dem Abschnitt Experten im Einsatz, um den Boden nach Kampfmitteln zu untersuchen.

Während der Bauarbeiten wird die B26 in Fahrtrichtung Darmstadt zwischen Aschaffenburger Straße und Heinrichstraße von Freitag, 15. November, ab 20 Uhr, bis Sonntag, 17. November, um 20 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr der B 26 von Darmstadt in Richtung Dieburg ist von der Sperrung nicht betroffen.

Parallel zu den Arbeiten am Knotenpunkt Heinrichstraße /Aschaffenburger Straße beginnen am Samstag, 16. November, im weiteren Verlauf der Bundesstraße 26 Sanierungsarbeiten an der Straßenentwässerung des Trogbauwerkes. Dort kommt es bei Starkregen häufig zu Überflutungen der Fahrbahn. Außerdem sind die Straßeneinläufe beschädigt. Die Kosten für die Erneuerung liegen nach Angaben von Hessen Mobil bei rund 100 000 Euro.

Die Arbeiten werden unter halbseitiger Sperrung ausgeführt. Der Verkehr wird mit Hilfe einer Baustellenampel geregelt. Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) kündigte an, dass das Trogbauwerk während der Sommerferien 2020 von Hessen Mobil provisorisch ertüchtigt werden wird, bevor es – wie zwischen Stadt, Land und Hessen Mobil vereinbart – vollständig saniert wird. Die Kosten der provisorischen Ertüchtigung trage Hessen Mobil; eine Summe sei noch nicht bekannt. „Stand heute soll die Umleitung ab Anschluss Aschaffenburger Straße über die Erbacher Straße erfolgen, da stadteinwärts in diese Richtung über die B26 nicht gefahren werden kann. Stadtauswärts soll weiterhin eine Fahrspur zur Verfügung stehen.“

Perspektivisch könnte die B26 um eine zusätzliche Busspur erweitert werden. Die Stadt sei dabei, die planerischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, sagt Partsch. Der SPD-Stadtverordnete Tim Huß hatte in einer Kleinen Anfrage unter anderem wissen wollen, ob für die vorgesehene Erweiterung bestehendes Planungsrecht herangezogen werden könne. Es gibt einen Planfeststellungsbeschluss für einen vierstreifigen Ausbau der B26 bis zum Ostbahnhof aus dem Jahr 1977. Darmstadt habe das Land mit Schreiben vom 14. August 2019 um Prüfung gebeten, informiert Partsch. Eine Antwort liege aber noch nicht vor. 

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