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FDP-Parteichef Leif Blum (M.) mit Jacques Casez (li.) und dem ehemaligen SPD-Mitglied Achim Pfeffer.
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FDP-Parteichef Leif Blum (M.) mit Jacques Casez (li.) und dem ehemaligen SPD-Mitglied Achim Pfeffer.

Darmstadt

Darmstadt: Leif Blum will zurück aufs politische Parkett

  • Jens Joachim
    VonJens Joachim
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Der Darmstädter FDP-Vorsitzende zog sich nach einer Steueraffäre zurück. 2021 will Blum wieder die Kommunwalwahlliste anführen.

Leif Blum, der Kreisvorsitzende der Darmstädter FDP, der einst als Hoffnungsträger der hessischen Freien Demokraten galt, zieht es wieder zurück auf die politische Bühne. Allerdings nicht auf die landespolitische Bühne, sondern auf die kommunalpolitische.

Blum kündigte am Freitag auf einer Pressekonferenz an, er wolle bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr die Liste der Darmstädter FDP anführen – vorausgesetzt, die Parteimitglieder würden ihn während eines Parteitags am 2. Oktober nominieren.

Das Amt des Fraktionsvorsitzenden strebe er nicht an, sollte die Partei mit genügend Stadtverordneten im neuen Stadtparlament vertreten sein.

FDP will künftig in Darmstadt wieder mitregieren

Blum kündigte an, die FDP wolle in der nächsten Wahlzeit „in Regierungsverantwortung aktiv die Kommunalpolitik in Darmstadt mitgestalten“.

Nachdem die Grünen nach der Kommunalwahl 2016 die vom Kooperationspartner Uffbasse tolerierte Koalition mit der CDU fortgesetzt hatten, hatte Blum Anfang 2017 sein Mandat als Stadtverordneter niedergelegt.

Im Februar hat der 45-jährige Jurist seinen Posten als Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion nach etwas mehr als anderthalb Jahren aufgegeben, um im März in die Dienste des Innogy-Konzerns (Eon-Gruppe) in Essen zu treten, wo er als Rechtsberater tätig ist.*  

Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung

Er trat vor acht Jahren im Zuge von Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung als finanzpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion und als Parlamentarischer Geschäftsführer zurück und legte auch den Posten als Vorsitzender des Untersuchungsausschusses in der sogenannten Steuerfahnder-Affäre nieder.

Ein Jahr später verlor Blum seine Immunität als Abgeordneter und wurde wegen Steuerverkürzung zu einer Geldstrafe mit Strafvorbehalt verurteilt. Zur Landtagswahl im September 2013 trat er nicht wieder an. Seit Mai 2018 ist Blum nun als Nachfolger seines Nachfolgers Andreas May wieder Vorsitzender der Darmstädter FDP.

Ex-SPD-Mitglied will auf FDP-Liste ins Stadtparlament

Mit Achim Pfeffer, dem früheren Bezirksverwalter des Stadtteils Eberstadt, der auch Vorsitzender der Eberstädter Vereine ist sowie dem Unternehmer Jacques Casez präsentierte Blum am Freitag zudem zwei parteilose Kandidaten, die nach seinen Vorstellungen auf führenden Plätzen der FDP-Kommunalwahlliste kandidieren sollen.

Der 66-jährige Pfeffer trat 2017 gegen den Willen der SPD bei der Oberbürgermeisterwahl an und erhielt mit 1,9 Prozent der Stimmen das zweitschlechteste Ergebnis der neun Kandidaten. Die SPD schloss Pfeffer kurz vor der OB-Wahl aus der Partei aus.

Bei der Kommunalwahl 2016 legte die FDP um zwei Prozentpunkte zu und kam auf 5,3 Prozent. Der Fraktion gehören derzeit vier Stadtverordnete an.

* In einer früheren Fassung hatte es geheißen, Blum sei beim Innogy-Konzern derzeit Leiter der Internen Revision. Das ist nicht der Fall.

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