Darmstadt

Darmstadt: Energieversorger Entega mit Ökostrom erfolgreich

  • schließen

Entega bietet Ökostrom seit 1999. Die Zahl der Kunden und der Umsatz steigen.

Als „Pionier der ersten Stunde“ hat der Darmstädter Energieversorger Entega – vormals HSE – bereits 1999 Ökostrom auf den Markt gebracht. Der damalige Vorstandsvorsitzende Albert Filbert hielt eine „Umstellung der Stromversorgung auf hundert Prozent Ökoenergie in Deutschland bis zum Jahr 2050 für möglich und machbar“. Bereits 2008 habe man den „Großteil der Privatkunden komplett auf Ökostrom umgestellt und gleichzeitig Atomstrom vollständig aus dem Angebot verbannt“, heißt es im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht.

Seit zehn Jahren baut Entega kontinuierlich seine Energieerzeugung auf regenerative Energien um und wurde mehrfach dafür ausgezeichnet. Schwerpunkt ist die Windenergie, aber auch in Solarstrom und Bioenergie wird investiert. 2018 wurden so laut Unternehmen 595 233 Megawattstunden Ökostrom erzeugt. Das sei genug Strom, um rund 200 000 Haushalte klimaneutral zu versorgen. Vom Gesamtabsatz macht Ökostrom mit drei Terawattstunden etwas weniger als die Hälfte aus. Der Konzern in mehrheitlich kommunalem Besitz steigerte seinen Umsatz 2018 um elf Prozent auf 1,75 Milliarden Euro. Auch die Kundenzahlen stiegen: Im ersten Halbjahr diesen Jahres verzeichnete Entega 30 000 Neukunden.

Vorstandsvorsitzende Marie-Luise Wolff führt das gute Ergebnis auch auf den Umstieg auf erneuerbare Energien zurück: „Unsere klare Ausrichtung auf Ökostrom, klimaneutrales Gas gepaart mit unseren Bündelangeboten aus Telefonie, Internet und TV, die auf einer Flat basieren, sind ein durchschlagender Erfolg“, sagte sie auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz.

Außerdem fördert Entega seine Kunden bei der effizienten Stromnutzung. Dafür gibt es ein ökologisches Förderprogramm, das unter anderem Zuschüsse für energiesparende Haushaltsgeräte, Solarthermie, den Austausch alter Pumpen und Elektromobilität beinhaltet. Klimaschädliche Gase, die bei der Nutzung von Erdgas freigesetzt werden, versucht das Unternehmen über Aufforstung und Waldschutzprogramme auszugleichen.

Eine Garantie für Kunden soll das „OK-Power-Siegel“ des gemeinnützige Vereins Energievision bieten. Das Siegel zeichnet Ökostromtarife aus, deren Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt und die nachweislich einen zusätzlichen Beitrag zur Energiewende leisten. Außerdem dürfen die Unternehmen keine Beteiligung an Atom- und Kohlekraftwerken haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare