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Georg Bätzing ist seit September 2016 Bischof von Limburg.

Kreuze in bayerischen Behörden

Limburger Bischof kritisiert Söders Kruzifix-Erlass

Der Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten Söder, in Behörden Kreuze aufhängen zu lassen, stößt auf Kritik: Bischof Georg Bätzing will die "Identität durch Abgrenzung" nicht mittragen.

Der Limburger Bischof Georg Bätzing sieht den Kruzifix-Vorstoß des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) kritisch. „Es ist zu vermuten, dass es bei dem Kreuz-Erlass darum geht, eine Identität durch Abgrenzung deutlich zu machen“, sagte er am Montag dem Radiosender hr-info. „Das kann ich als Bischof nicht mittragen, dafür steht das Kreuz nicht.“ Er glaube, dass der bayerische Erlass nicht allen Menschen gelte, sondern dass er eine ausschließende Tendenz habe.

Das bayerische Kabinett hatte vergangenen Dienstag beschlossen, dass in allen Behördengebäuden unter Verwaltung des Freistaats am Eingang ein Kreuz angebracht werden soll. Bätzing schloss sich mit seinen Worten der Kritik zahlreicher anderer Kirchenvertreter an. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, etwa sagte, durch Söders Erklärung und den Erlass seien „Spaltung und Unruhe“ entstanden. Es stehe dem Staat nicht zu, die Bedeutung des Kreuzes zu erklären. (dpa) 

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