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Im Idealfall kaufen Angehörige oder Freunde ein.

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Coronavirus: Das ist wichtig bei der Quarantäne

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Was besagen die Regeln der Quarantäne für Kontaktpersonen? Jeder sollte das wissen. Denn wer gegen die Regeln verstößt, muss mit einer Strafe rechnen.

Die Zahl der Infizierten in Hessen ist bekannt. Nicht aber die der Personen in häuslicher Quarantäne, die nicht erkrankt sind. Die Anordnung erfolgt über die jeweils zuständigen Gesundheitsämter. Sie alleine haben den Überblick, sie legen im Einzelfall das Vorgehen fest. Über allem stehen das Infektionsschutzgesetz des Bundes und die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Was ist der Sinn von Quarantäne?
Sie soll die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus so weit wie möglich verhindern oder zumindest verlangsamen. Dafür werden die Kontaktpersonen bestätigter Infektionsfälle möglichst lückenlos identifiziert und ihr Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit von 14 Tagen in häuslicher Quarantäne beobachtet.

Was passiert mit Leuten, die gegen die Auflagen verstoßen?
Der Strafenkatalog dafür reicht von Ordnungswidrigkeit bis hin zu Strafverfolgung mit Freiheitsstrafe.

Wer zahlt ihr Gehalt?
Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder abgesondert wurde, erhält grundsätzlich eine Entschädigung durch den Staat. Wie das funktioniert steht im Internet: https://service.hessen.de/html/Infektionsschutz-Entschaedigung-bei-Taetigkeitsverbot-7007.html. Anders ist es, wenn ein Veranstalter von sich aus eine Messe oder einen Kongress absagt. Das hessische Finanzministerium hat jüngst über die Hilfen für Unternehmen informiert, die in finanzielle Schwierigkeiten kommen: https://finanzen.hessen.de.

Wer betreut die Menschen in Quarantäne?
Im Idealfall kaufen Angehörige oder Freunde ein. Das Frankfurter Gesundheitsamt steht nach eigenen Angaben in täglichem Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten.

Wer stellt die Regeln auf?
Das Gesundheitsamt gibt Empfehlungen ab. Dazu kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene, auf eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Geschirr oder Wäsche nicht mit Dritten zu teilen, ohne sie zuvor wie üblich zu waschen. Wenn möglich, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werden. Tische oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

Wie werden chronisch Kranke in Quarantäne behandelt?
Das Gesundheitsamt kann in Absprache mit dem behandelnden Arzt eine „Absonderungsverfügung“ für einzelne Patienten erlassen. Je nach Versorgungssituation kann eine solche Person sowohl in häuslicher Isolation als auch im Krankenhaus isoliert werden.

Werden alle Kontaktpersonen gleich behandelt?
Das Robert-Koch-Institut (RKI) unterscheidet drei Kategorien: Die mit engem Kontakt sollten sich möglichst von anderen Haushaltsmitgliedern getrennt aufhalten und separat die Mahlzeiten zu sich nehmen. Bei Kategorie 2 verzichtet das Gesundheitsamt auf die tägliche Symptomkontrolle. Nach Möglichkeit sollte sich der Betroffene von Mitbewohnern separieren. Unter Kategorie 3 fällt medizinisches Personal. Das RKI empfiehlt, in einem Tagebuch die angewendete Schutzausrüstung und das Ergebnis der Selbstprüfung auf Symptome zu notieren.

Was passiert, wenn ein Kollege in einer Gesundheitseinrichtung krank wird, etwa in einer Arztpraxis, Klinik oder Physiotherapiepraxis?
„Absonderungsmaßnahmen werden im Einzelfall vom zuständigen Gesundheitsamt nach Abwägung des individuellen Risikos getroffen“, teilt dazu das Sozialministerium mit. Grundlage seien die RKI-Empfehlungen. „Dabei wird auch die besondere Situation des medizinischen Personals berücksichtigt.“

Wo gibt es mehr Informationen?
Die hessenweite Hotline ist täglich von 8 bis 20 Uhr unter der Nummer 0800 / 5554666 erreichbar, Hessens Sozialministerium: unter https/soziales.hessen.de

Zusammengestellt von Jutta Rippegather

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