Biogemüse

Rhein-Main: Große Nachfrage nach Biogemüse bei Lieferdiensten

  • schließen

In Zeiten von Kontaktsperren und Hamsterkäufen boomen Lieferservices wie das Paradieschen. Wegend er großen Nachfrage mussten die Betreiber einen Neukundenstopp verhängen.

Wir befinden uns im absoluten Ausnahmezustand“, sagt Verena Reißmann. „Wir kommen an unsere Kapazitätsgrenzen.“ Verena Reißmann arbeitet im Kundenservice des Bio-Lieferdienstes Paradieschen, der wöchentlich 6000 Kunden im Rhein-Main-Gebiet Obst- und Gemüsekisten sowie Käse- und Wurstpakete in verschiedenen Zusammenstellungen bringt.

In Zeiten von Kontaktsperren und Hamsterkäufen boomen Bio-Lieferservices. Wegen der hohen Nachfrage hat Paradieschen aktuell einen Neukundenstopp verhängt. Denn die Nachfrage bei den Bestandskunden habe in den vergangenen Wochen extrem zugenommen, sagt Reißmann. Dabei werde nicht nur Obst und Gemüse geordert, auch der Wunsch nach Wurst, Käse und Fleisch sei groß. „Unser Metzger muss nächste Woche eine Zwangspause einlegen, weil er keine Ware mehr hat“, erklärt sie.

Lebensmittel werden kontaktlos geliefert

Um die Mitarbeiter zu schützen und die Lieferungen weiterhin zu garantieren, wurden die Angestellten in zwei Packteams eingeteilt, berichtet Reißmann. „Die eine Hälfte packt morgens, die andere am Nachmittag. Wenn jemand an Corona erkrankt, ist damit sichergestellt, dass nicht die gesamte Mannschaft ausfällt.

Selbstverständlich werde beim Packen Wert auf Hygienevorkehrungen gelegt: Die Packer trügen Mundschutz und Handschuhe, und um den Schutz der Fahrer und Kunden sicherzustellen, werden die Lebensmittelkisten kontaktlos geliefert. Dafür wird mit den Empfängern ein Abstellplatz vereinbart, das Vorgehen ist simpel: Der Kunde stellt das leere Körbchen vor die Tür, der Fahrer legt die frische Ware hinein.

Mehl und Haferflocken ausverkauft

Paradieschen bietet neben dem Lieferservice auch einen Onlineshop. „Anfangs haben manche Kunden 30 Packungen Nudeln oder zehn Kilogramm Mehl bestellt“, erinnert sich Reißmann. Artikel wie Mehl und Haferflocken seien inzwischen ausverkauft. Um weitere Hamsterkäufe zu verhindern, wurde die erlaubte Bestellmenge pro Artikel auf sechs Stück begrenzt.

Damit die Lieferungen weiter gewährleistet werden können, musste Paradieschen die Bestellfrist ändern. Kunden müssen nun früher angeben, was sie geliefert bekommen möchten. Die meisten hätten Verständnis für dafür, sagt Reißmann.

„Wir bekommen viele Danksagungskarten. Die Menschen wissen unsere Arbeit zu schätzen“, erzählt sie und ergänzt: „Natürlich hoffen wir, dass unsere Kunden uns auch nach Corona treu bleiben.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare