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Coronavirus: Kita in Wiesbaden geschlossen

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    Fabian Scheuermann
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Zahl der Corona-Infizierten steigt weiter. Die aktuelle Lage in Hessen im Überblick.

In Hessen sind inzwischen 51 Personen mit dem Coronavirus infiziert. 48 Fälle hat das Ministerium für Soziales und Integration am Mittwoch um 14 Uhr bestätigt, einen weiteren Fall in Groß-Gerau bestätigte zur selben Zeit das Gesundheitsamt des Kreises, eine Stunde später teilte die Stadt Wiesbaden zwei weitere bestätigte Fälle mit. Somit sind binnen eines Tages 16 Hessen mehr infiziert.

In Wiesbaden hat sich zum einen der Ehemann jener Frau infiziert, die bereits am Freitag positiv getestet worden war. Sie waren zusammen in Südtirol und befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. Zum anderen ist ein fünfjähriges Kind der Kita Schlangenbader Straße infiziert. Das Kind habe zuletzt am 5. März mit grippalen Symptomen die städtische Kindertagesstätte besucht, berichtete die Stadt am Mittwoch. Die Einrichtung werde vorsorglich bis zum 20. März geschlossen. Das Gesundheitsamt der Landeshauptstadt nimmt Kontakt mit den betroffenen Familien und Mitarbeiterinnen auf. Die Kinder sollen in der Zeit der Schließung der Kindertagesstätte zu Hause bleiben.

In Frankfurt verdoppelte sich die Zahl der Infizierten von vier auf acht. Zwei Männer und zwei Frauen sind betroffen, wie Alice Engel mitteilte, Sprecherin des hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Die Frankfurter seien in Frankreich, der Schweiz und im Iran im Urlaub gewesen.

Im Main-Taunus-Kreis ist nach Angaben des Ministeriums ein neuer Fall aufgetreten; dort sind drei Bürger infiziert. In Hochheim wurden alle 750 Schüler der Heinrich-von-Brentano-Schule nach Hause geschickt, teilte der Kreis mit. Ein Schüler habe sich möglicherweise mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert und sollte noch am Mittwoch getestet werden.

Im Kreis Groß-Gerau gibt es einen zweiten bestätigten Fall des Coronavirus. Die betroffene Frau war mit ihrem Mann aus dem Skiurlaub aus Südtirol zurückgekehrt. Das teilte der Kreis am Mittwoch mit. Das Ehepaar ist nach Angaben des Gesundheitsamts isoliert, sie befinde sich in Quarantäne im eigenen Haus. Das Gesundheitsamt prüfe, ob die Patientin weitere Personen angesteckt haben könnte, sagte die Leiterin, Angela Carstens.

In Stadt und Kreis Offenbach gibt es je eine Person, die positiv auf das Virus getestet wurde. Für Aufregung sorgte in Offenbach am Mittwoch ein Schreiben des Stadtgesundheitsamtes an die Kindertagesstätten, in dem dazu aufgefordert wurde, Kinder mit bestimmten Krankheitssymptomen abholen zu lassen – etwa mit Husten, Schnupfen oder Halskratzen. Eine Kita im Nordend habe daraufhin am Mittwochfrüh direkt am Eingang Kinder abgefangen und teils wieder nach Hause geschickt, erzählt ein Vater, dessen Tochter besagte Einrichtung besucht und am Mittwoch „minimal Halsschmerzen“ hatte. Der Vater kritisiert die Maßnahme als zu drastisch: „Dann sind bald alle Kitas leer, weil jedes Kind irgendwie rumrotzt.“ Bei der Stadt heißt es: „Im Moment ist dies eine vernünftige und aus unserer Sicht angemessene Regelung“.

In Darmstadt wurde noch niemand positiv auf das Virus getestet, im Landkreis Darmstadt-Dieburg gibt es einen bestätigten Fall.

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