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Coronavirus: Kinos in Hessen bleiben geschlossen

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Das Land Hessen hat neue Einschnitte ins öffentliche Leben wegen der Coronakrise beschlossen.

Die Zahl der Corona-Infizierten in Hessen steigt weiter: Das Sozialministerium meldete bis Montag, 14 Uhr, 342 bestätigte Sars-CoV-2-Fälle. Um die Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit zu entschleunigen, hat die Landesregierung am Montag weitere Verordnungen beschlossen, die von Mittwoch an den Alltag der Bevölkerung treffen. Ziel ist, die menschlichen Kontakte zu minimieren und damit die Ansteckungsgefahr.

Diskotheken, Clubs, Kinos, Zoos und Geschäfte bleiben geschlossen, sofern sie keine Waren des öffentlichen Bedarfs verkaufen. Dazu gehören Bekleidungsgeschäfte, nicht aber Baumärkte. Die bleiben geöffnet, damit Handwerker weiter an ihr Material kommen. Denn die dürfen und sollen weiter tätig sein. Gleiches gilt für andere Dienstleister, also auch Friseure oder Lieferservices. Gaststätten müssen am Abend schließen, können dann aber weiter außer Haus verkaufen. Öffentliche und private Sportbetriebe sind von Mittwoch an untersagt, Volkshochschulkurse ebenfalls. Das Sonntagskaufverbot für Apotheken und Lebensmittelmärkte wiederum ist aufgehoben.

Dieser Kabinettsbeschluss, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) orientiere sich an der aktuellen Situation. Er sei nicht statisch, könne möglicherweise schon bald neu angepasst werden müssen. Anders als Bayern werde Hessen nicht den Katastrophenfall ausrufen. Als Soforthilfe für von der Coronakrise betroffenen Wirtschaft habe das Kabinett eine Milliarde Euro beschlossen, vorbehaltlich das Parlament stimmt zu. Weitere fünf Milliarden Euro will das Land für Darlehen und andere Hilfe bereitstellen. Lob gab es dafür noch am Abend von Robert Lippmann, Geschäftsführer des Hessischen Industrie- und Handelskammertages (HIHK).

Eine Änderung gibt es bei Rückkehrern aus Risikogebieten: Handelt es sich um medizinisches Personal, muss es nicht 14 Tage in die Quarantäne, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne). Nachjustiert wurde auch bei der Betreuung für Kinder. Jetzt haben auch diejenigen einen Anspruch darauf, die im Lebensmitteleinzelhandel arbeiten. Klose appellierte an die Vernunft jedes Einzelnen: „Wir sind sehr darauf angewiesen, dass sich die Menschen vernünftig verhalten.“

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