1. Startseite
  2. Rhein-Main

Coronaviren im Abwasser

Erstellt:

Kommentare

Für den Nachweis gibt es aber noch keine Standardverfahren

Könnte die Analyse von Abwasser dabei helfen, Gefahren wie eine Corona-Pandemie effektiver zu bekämpfen? Darauf deuten Forschungen der Technischen Universität (TU) Darmstadt hin. Unter anderem seien dabei Omikron-Viren schon frühzeitig festgestellt worden, berichtete Robert Lange (CDU) kürzlich in der Fragestunde der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung. In diesem Zusammenhang erkundigte er sich danach, ob der Magistrat dazu entsprechende Maßnahmen mit Laboren veranlassen werde.

In ihrer Antwort verweist die Stadtregierung auf Untersuchungen der TU Darmstadt, die seit Beginn der Corona-Pandemie vor zwei Jahren laufen, um Fragmente des Virus’ im Abwasser nachzuweisen. Die Stadtentwässerung Frankfurt unterstütze das, indem sie dafür Proben zur Verfügung stelle. Bei diesen Forschungen gehe es auch um die Frage, ob sich solche Nachweise von Virusfragmenten als Frühwarnsystem eignen könnten, erklärt der Magistrat. Theoretisch ist das offenbar durchaus möglich. „Teilweise wurden Virusfragmente Wochen vor dem ersten Fallnachweis in der Bevölkerung gefunden“, heißt es in der Antwort. Das Problem: Bislang stehen für die Gewinnung solcher Nachweise offenbar keine standardisierten Labormessverfahren zur Verfügung. Das aber wäre die Grundvoraussetzung, „um beispielsweise wenigstens deutschlandweit eine vergleichbare Methodik zu gewährleisten“, informiert die Stadtregierung.

Auch interessant

Kommentare