Kultur

Coronakrise: Solidarität für die Kultur

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Unter dem Hashtag #MeineKartefuerdieKunst wird dazu aufgerufen, bereits gekaufte Tickets nicht zurückzugeben, um Künstlerinnen und Künstler zu unterstützen.

Die Corona-Krise trifft die Kulturinstitutionen hart. Zahllose Veranstaltungen wurden abgesagt, Einnahmen bleiben aus. Freischaffende Künstler und Musiker ohne festen Vertrag verlieren ihre Gage. Vor diesem Hintergrund rufen Kulturinstitutionen zur Solidarität auf.

Der Veranstalter der nun abgesagten „Castle Concerts“ in Bad Homburg, Volker Northoff, hat dafür die Initiative #MeineKartefuerdieKunst ins Leben gerufen.

„Bei einer nötigen Konzertabsage sollen nicht die Musikerinnen und Musiker allein die finanzielle Last tragen. Wir haben deshalb allen Bands des für Juni geplanten Jazzfestivals ‚Swinging Castle‘ in Aussicht gestellt, dass sie als Ausfallhonorar Einnahmen aus dem Vorverkauf erhalten, wenn die Konzerte nicht durchgeführt werden können“, berichtete er.

Wer freiwillig auf die Kartenrückgabe verzichte, unterstütze die Musikerinnen und Musiker damit direkt. Nicht erstattetes Eintrittsgeld ging an die Künstlerinnen und Künstler. „So geben wir denen ein wenig zurück, die uns in der Musik alles geben“, sagte Northoff.

Auch der Veranstalter von „Frankfurt liest ein Buch“ ruft zur Solidarität auf. Das Lesefest zu Erich Kubys Roman „Rosemarie. Des deutschen Wunders liebstes Kind“ hätte am 27. April beginnen sollen. 

„Wir möchten Ihnen ans Herz legen, das Buch zu kaufen, zu verschenken und zu lesen, und zu erwägen, ob Sie den kulturellen Einrichtungen, die Ausfälle wie unsere hart treffen, unterstützen, indem Sie sich bereits gekaufte Tickets nicht zurückerstatten lassen oder indem Sie spenden“, heißt es in einer Mitteilung des Veranstalters.

Im Rundfunk laufe ein Programm zu dem Buch in der Zeit vom 20. bis 24. April, jeweils um 9.30 Uhr, und in der Wiederholung um 15 Uhr bei dem Sender HR2-Kultur.

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