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Am Montag dürfen auch die Baumärkte in Hessen wieder öffnen, wenn genug Abstand eingehalten wird.
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Am Montag dürfen auch die Baumärkte in Hessen wieder öffnen, wenn genug Abstand eingehalten wird.

Lockdown

Corona-Krise in Hessen: Wer wieder aufmachen darf

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Hessen beschließt erste Lockerungen im Lockdown, sie betreffen Sport, Läden und Museen. Impfungen soll es nun unkomplizierter geben und die Fitnessstudios öffnen.

Frankfurt – Ein Gratis-Test pro Woche, Shopping mit Buchung - und das Training im Sportstudio ist mit Termin ebenfalls möglich: Die hessische Landesregierung hat am Donnerstag (04.03.2021) die am Vortag getroffenen Entscheidungen der Bund-Länder-Konferenz in Beschlüsse gefasst. Ein „Kompromiss“, wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) betonte. Nicht nur zwischen den Ländern, sondern auch der Tatsache, dass die Infektionszahlen langsam steigen und die Leidensfähigkeit der Bevölkerung und Wirtschaft am Ende ist. Die möglichen Öffnungsstufen seien nun definiert. Impfen und Testen sollen dabei helfen, „den Weg aus dem Lockdown behutsam und Schritt für Schritt zu gehen“.

Von Montag (08.03.2021) an haben alle Bürgerinnen und Bürger Anspruch auf einen wöchentlichen Schnelltest durch fachlich geschultes Personal. Und zwar überall, wo sie angeboten werden, so Bouffier: in sämtlichen Testcentern, auch den kommerziellen, in Arztpraxen oder Apotheken. Antigen-Schnelltests gebe es genug. Wohingegen Selbsttests noch in ausreichender Menge beschafft werden müssten.

Astrazeneca-Impfstoff für jedes Alter – Hessen will Hausärzt:innen einbeziehen

„Spätestens im April“ will Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) die niedergelassenen Ärzt:innen in das Impfen einbeziehen. „Ein wirklich wichtiger Schritt“ sei die Freigabe des Astrazeneca-Impfstoffs für alle Altersstufen. Schnellere Fortschritte beim Impfen eröffneten sich durch das Ausschöpfen der Impfintervalle.

Wichtig sei, dass die Lockerungen in kleinen Schritten erfolgen. Die Kontaktnachverfolgung in den Gesundheitsämtern funktioniere. Die Situation in den Kliniken habe sich entspannt, auch weil in der höchsten Risikogruppe inzwischen viele geimpft seien.

Baumärkte öffnen: Neue Corona-Regeln für Hessen im Überblick

Folgende Neuerungen gelten ab Montag, 8. März, und sind bis zum 28. März begrenzt, Bedingung ist eine landesweite Inzidenz von bis zu 100:

  • Private Treffen von zwei Haushalten mit höchstens fünf Personen sind erlaubt. Kinder bis 14 Jahre zählen nicht mit.
  • Für den Freizeit- und Amateursport gelten diese Kontaktregeln ebenfalls. Kinder unter 14 Jahre dürfen sogar Sport unter freiem Himmel in Gruppen machen; Sportanlagen dürfen weiterhin geöffnet werden.
  • Einkaufen ist möglich in Baumärkten, Gartenmärkten, Baumschulen sowie Buchhandlungen. Alle weiteren Geschäfte dürfen Beratung und Verkauf mit vorheriger Terminvereinbarung und Datenerfassung anbieten. Erlaubt sind eine Person pro angefangener 40 Quadratmeter.
  • In Fitnessstudios kann – bei entsprechenden Hygienevorkehrungen – mit Einzelterminen trainiert werden. Erlaubt ist eine Person je 40 Quadratmeter.
  • Museen, Schlösser, Gedenkstätten, Tierparks, Zoos und botanische Gärten dürfen mit Hygienekonzept öffnen. Eine Terminvereinbarung ist notwendig.
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege dürfen unter strengen Auflagen wieder öffnen. Wenn bei der Behandlung nicht durchgehend eine Maske getragen werden kann, ist ein tagesaktueller Schnelltest empfohlen.
  • In Quarantäne muss sich jeder mit positivem Schnelltestergebnis begeben und dazu einen PCR-Test machen. Auch Geimpfte müssen sich bei Einreise aus Virusvarianten-Gebieten in 14-tägige Quarantäne begeben.

Die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag und der SPD Hessen, Nancy Faeser, warf Bouffier vor, dass er bei den Bürger:innen und Unternehmen zuletzt große Erwartungen geweckt habe und nun nicht liefere. „Der Dreiklang des Handelns in der Corona-Pandemie muss sein: testen, impfen, öffnen.“ Die Vorsitzende der Linksfraktion, Janine Wissler, stellte fest, die einzelnen geplanten Öffnungsschritte seien weder nachvollziehbar noch kontrollierbar. „Das ist das Ergebnis, wenn Interessen vor wissenschaftlicher Erkenntnis gehen.“ Er sei enttäuscht, sagte Jochen Ruths, Präsident des Handelsverbands Hessen: „Die Entscheidungen berücksichtigen nicht die Leistungen des Einzelhandels, mit funktionierenden Hygienekonzepten ein risikoarmes Einkaufen zu ermöglichen, und basieren ebenso nicht auf den Evidenzen neuester Untersuchungen.“ (Jutta Rippegather)

Über die Öffnung der Baumärkte berichtet auch 24hamburg.de – wie fr.de ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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