Gesundheitswesen

Corona-Virus: Eine Klinik pro Region verantwortlich

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Das Land Hessen legt die Arbeitsteilung der Krankenhäuser fest. Reha-Kliniken spielen  in der Strategie eine „nachgeordnete Rolle“.

Hessens Medizinstudenten sind bereit: Allein in Frankfurt haben sich rund 1000 gemeldet, um die Krankenhäuser in der Corona-Krise zu unterstützen. Dort gibt es eine Arbeitsteilung: Hessen besteht aus sechs Versorgungsregionen, in denen jeweils ein großes Krankenhaus Regie führt. Das baut mit den stationären und ambulanten Versorgern in der Region die Versorgungsstrukturen auf.

Die koordinierenden Häuser werden auch bevorzugt Corona-Patienten behandeln, weil sie als Maximalversorger über das notwendige Know-how verfügen. Aber auch andere Schwerkranke werden dort weiterhin versorgt, wie der Ärztliche Direktor des Frankfurter Universitätsklinikums, Jürgen Graf, am Montag sagte. „Es wird nicht reine Covid-Häuser geben.“ Bei der Einlieferung wisse man meist noch nicht, ob jemand mit Corona infiziert ist. Graf hat im Auftrag des Landes die Leitung im „Planungsstab stationäre Versorgung“ übernommen. Die zentrale Anlaufsstelle und Informationsquelle sei ein Wunsch der Versorger, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne). Die regionale Koordinierung übernehmen die Kliniken Darmstadt, Kassel, Fulda, die Unikliniken Frankfurt und Gießen-Marburg sowie die Horst-Schmidt-Kliniken in Wiesbaden.

Reha-Kliniken spielen laut Graf in der Strategie eine „nachgeordnete Rolle“. Sie und andere Kliniken bangen um ihre Existenz, weil ihnen planbare Eingriffe untersagt sind. Klose versicherte, dass die Infrastruktur des Gesundheitswesens „höchste Priorität“ genießt. Der Bund habe sein Hilfsbudget massiv erhöht. Auch gebe es das Angebot der Landesbürgschaften.  

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