Hessen

Corona-Soforthilfe in Hessen läuft schneller

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Am Montag mussten in Hessen noch viele Unternehmer und Freiberufler warten, bis sie ihren Antrag auf Soforthilfe stellen konnten. Das hat sich gebessert.

Die Hessische Landesregierung berichtet von einem „Ansturm“ auf die Soforthilfezahlungen von Land und Bund. Vor allem Soloselbstständige, Freiberufler und kleine Betriebe hätten an den ersten beiden Tagen Anträge gestellt, berichteten Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Innenminister Peter Beuth (CDU) und Finanzstaatssekretär Martin Worms (parteilos) am Dienstag.

„Wir haben das genau so erwartet“, sagte Al-Wazir. Die kleinen Betriebe und Selbstständigen benötigten zügig Soforthilfe, um liquide zu bleiben. „Umso wichtiger ist, dass das Geld ab morgen auf den Konten ankommt.“

Bis Dienstagnachmittag seien rund 2300 Anträge geprüft und bewilligt worden. Damit würden bereits 25,7 Millionen Euro an die betroffenen Unternehmerinnen und Unternehmer ausgezahlt.

Am Montag hatte das Land das Portal beim Regierungspräsidium Kassel freigeschaltet, auf dem die Anträge online eingereicht werden müssen. Am Montagnachmittag hieß es dann, dass in den ersten sechs Stunden 5000 Anträge gestellt und 500 bewilligt worden seien.

Das Tempo hat sich am Dienstag deutlich erhöht. Bis Dienstagnachmittag seien 29 000 Anträge eingereicht und 2300 bewilligt worden, berichteten die Minister.

Am Montag hatten etliche Antragsteller warten müssen, bevor sie in das System hineinkamen. Das habe daran gelegen, dass teilweise mehr als 15 000 Interessenten gleichzeitig versucht hätten, auf das System zuzugreifen.

Am Dienstag seien es lediglich noch höchstens 3000 Interessenten gewesen, die hätten warten müssen, berichtete Al-Wazir. „Wir gehen davon aus, dass sich die Situation für diejenigen, die einen Antrag stellen wollen, weiter entspannen wird und sie längst nicht mehr so viel Geduld benötigen.“

Firmen, die durch die Corona-Pandemie wirtschaftliche Schäden erleiden, können Soforthilfe beantragen. Ausgezahlt werden höchstens 10 000 Euro für Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten, maximal 20 000 Euro für Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten und bis 30 000 Euro für Firmen mit elf bis 50 Beschäftigten.

Der Antrag kann täglich, auch an Wochenenden, zwischen 6 und 24 Uhr eingereicht werden.

Von Pitt von Bebenburg

www.rp-kassel.de

www.wirtschaft.hessen.de

Ein Gastronom aus Eschborn musste wegen der Corona-Krise Soforthilfe beantragen. Dabei unterlief ihm jedoch ein folgenschwerer Fehler.

Während bei manchen die Corona-Hilfe schnell ankam, bangen viele Kleinunternehmer um ihre Existenz, weil sie noch immer keine Soforthilfe erhalten haben. Wenn die Corona-Soforthilfe nicht ankommt, ist der letzte Ausweg Hartz IV.*

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