Menschen tanzen in einem Club Party Disco
+
Ab Montag dürfen Clubs in Hessen wieder öffnen (Symbolbold).

Corona-Pandemie

Neue Corona-Regelungen für Clubs: Es gilt Tanzverbot

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
    schließen

Am Montag tritt in Hessen eine neue Corona-Verordnung in Kraft. Sie erlaubt mehr Menschen in Kinos aber weniger bei Privatfeiern. Dafür dürfen die Clubs in Hessen wieder öffnen.

  • Am Montag treten in Hessen neue Corona-Regelungen in Kraft.
  • Clubs in Hessen dürfen trotz Corona öffnen, allerdings unter bestimmten Auflagen.
  • Die Zahl der Krankenhauspatienten mit Corona in Hessen stieg erheblich an.

Frankfurt – Angesichts der steigenden Infektionszahlen hat das hessische Corona-Kabinett am Montag die Regeln zur Bekämpfung des Coronavirus angepasst. Die neue Verordnung tritt am Montag, 19. Oktober, in Kraft und gilt bis zum 31. Januar. Sie entstand unter wissenschaftlicher Beratung von Sandra Ciesek, Leiterin des Virologischen Instituts der Universitätsklinik Frankfurt, sowie dem Leiter des Instituts für Virologie an der Philipps-Universität Marburg, Stephan Becker.

Die neuen Corona-Regeln beträfen vor allem die Freizeitgestaltung, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Priorität genössen das Aufrechterhalten der Gesundheitsversorgung und der Wirtschaft sowie Öffnung der Schulen und Kitas. Laut Sozialminister Kai Klose (Grüne) stieg die Zahl der Krankenhauspatienten mit Corona innerhalb von zwei Wochen um 27 auf aktuell 388. Die Verfolgung von Kontakten der Infizierten sei maßgeblich, um die nach oben steigende Kurve zu brechen. Hier eine Überblick über die wichtigsten Änderungen:

  • Private Feiern: In gemieteten öffentlichen Räumen ist die Anzahl der Gäste auf maximal 50 begrenzt. Für Feiern in privaten Räumen ist die Höchstteilnehmerzahl von 25 Personen „dringend empfohlen“.
  • Öffentliche Veranstaltungen: Es bleibt bei der Begrenzung auf 250 Personen und dem Vorliegen eines Hygienekonzepts. Mehr Personen bedürfen der Genehmigung durch das örtliche Gesundheitsamt. Die bisherige Drei-Quadratmeter-Regelung für Schwimmbäder, Theater, Kinos, Konzerte und weitere Veranstaltungen entfällt, weil sie sich nicht bewährt habe. Es gelten die in der Gastronomie bekannten Abstands- und Kontaktregeln (eineinhalb Meter Abstand, maximal zehn Menschen an einem Tisch). Die Sonderregeln für Zusammenkünfte von Senioren sind aufgehoben.
  • Clubs und Tanzlokale: Hier gelten die gleichen Regeln wie für die Gastronomie. Es gilt aber ein Tanzverbot. Die Öffnung muss durch das örtliche Gesundheitsamt genehmigt werden.
  • Geschäfte/Märkte: Auch hier entfällt die Drei-Quadratmeter-Regelung. Spielbereiche für Kinder dürfen öffnen. Für Märkte mit „erheblichem gastronomischem Angebot“, etwa Weihnachtsmärkte, gelten die gleichen Anforderungen wie in Gaststätten: Abstandsregeln, Angabe von Kontaktdaten, Maskenpflicht für Kellnerinnen und Kellner.
  • Gästelisten / Kontaktnachverfolgung: Die Angabe falscher Daten wird mit Bußgeld geahndet. Das Personal muss die Angaben auf Plausibilität überprüfen. Es kann dazu von den Gästen Personalausweis oder Pass verlangen. Gleiches gilt für „körpernahe Dienstleistungen“ – etwa Nagelstudios und Friseursalons.
  • Mund-Nasen-Bedeckung: Die Pflicht gilt auch in Wahlräumen und Wahlkabinen, an Bahnsteigen und Haltestellen. In Schulen gilt weiterhin eine Maskenpflicht außerhalb der Klassenzimmer, nicht aber beim Essen und Trinken. Ausnahmen vor Ort sind möglich.
  • Beherbergungsverbot: Die Regelungen bleiben bestehen. Sollte es im Gespräch der Länderchefs mit der Kanzlerin am Mittwoch zu einem einheitlichen Beschluss kommen, will Hessen sich diesem anschließen. Gleiches gilt für das Bußgeld bei Verstoß gegen die Maskenpflicht, das aktuell in Hessen 50 Euro beträgt.

Corona in Hessen

In Hessen stieg die Zahl der bestätigten Fälle am Montag um 128 auf insgesamt 22 039. Die Zahlen veröffentlichte das hessische Sozialminsterium. Sie bilden den Stand ab, der dem Robert-Koch-Institut bis 0 Uhr gemeldet wurden. Die der Gesundheitsämter sind aktueller. Zwei Todesfälle verzeichnete die Übersicht für Hessen. 562 Menschen starben demnach bislang an dem Coronavirus. Die Sieben-Tage-Inzidenz beschreibt alle bestätigten Fälle der vorangegangenen sieben Tage in Hessen pro 100 000 Einwohner. Für die Berechnung werden die Bevölkerungszahlen des Statistischen Landesamtes zugrunde gelegt. Auch hier sind Abweichungen zu den Zahlen der Gesundheitsämter möglich.

(Von Jutta Rippegather)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare