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Der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne). (Archivbild)
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Der hessische Sozialminister Kai Klose (Grüne). (Archivbild)

Rückschlag für Impfbemühungen

Corona in Hessen: Impfstoff bleibt knapp - Rückschlag für Kampagne

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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Die hessische Apothekerschaft rechnet trotz Erhöhung der Impfstoffliefermenge nicht mit einer kurzfristigen Entspannung.

Frankfurt - Die von Biontech angekündigte Erhöhung der Liefermenge des Impfstoffs Comirnaty noch in dieser Woche wird auf die Impfstoffmenge, die in Hessen bis Ende der Woche zur Verfügung steht, keine Auswirkung haben. Dies sagte am Dienstagnachmittag (30.11.2021) die Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen, Ursula Funke, im Gespräch mit der FR. „Wir müssen jetzt alles tun, damit wir den Impfstoff bekommen, den wir brauchen.“ Wegen der verringerten Liefermenge in dieser Woche müssten vielerorts Termine ausfallen – ein Rückschlag für die Impfbemühungen.

Ob die angekündigte größere Charge dann in der nächsten Woche für mehr Corona-Impfstoff sorge, müsse sich zeigen. „Wir haben heute die Bestellungen für nächste Woche gemacht“, sagte Funke. Die Ordermenge für das Vakzin von Moderna sei unbegrenzt gewesen.

Corona-Impfung in Hessen: Biontech-Vakzin nur begrenzt erhältlich

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer sei hingegen erneut nur begrenzt erhältlich. Pro Arzt seien nur fünf Vials (Phiolen) zu bestellen gewesen, daraus könne man 30 Impfdosen gewinnen. „Die Menge könnte aber wieder gekürzt werden“, sagte die Präsidentin. In dieser Woche hatten Ärzte trotz fünf bestellter Fläschchen nur vier oder gar drei bekommen.

Die hessischen Ärztinnen und Ärzte mussten somit Termine absagen, obwohl teilweise die Kapazitäten erst vor kurzem ausgebaut wurden. Die reduzierte Menge bedeutete sechs bis zwölf Impfungen pro Bestellerin und Besteller weniger. Zwischen urbanen und ländlichen Gegenden werde kein Unterschied gemacht, von der Verknappung des Impfstoffs seien alle Regionen betroffen. Bei der Verteilung des Impfstoffs gebe es auch keine Unterscheidung zwischen den Bundesländern. Wenn es weniger Impfstoff gebe, werde die Reduzierung prozentual auf alle gleich verteilt.

Corona-Impfung: Impfzentrum in Frankfurt auch betroffen

Auch im Frankfurter Gesundheitsamt wisse man bisher nichts von kurzfristig zusätzlichem Impfstoff. Weil somit nur zirka ein Drittel der eigentlich bestellten Impfstoffmenge zur Verfügung stehe, bleibe es bei den bereits kommunizierten Einschränkungen des Impfangebots. An der Hauptwache gebe es beispielsweise momentan keine Impfmöglichkeit. Auch der Impf-Express fahre nicht mehr durch die Stadt. Andere Sonderimpfaktionen mussten im gesamten Stadtgebiet abgesagt werden. Sogar im Frankfurter Impfzentrum drohte am Dienstag (30.11.2021) der Impfstoff auszugehen. Die Lage sei „angespannt“, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsamts. Am Mittag hatte sich bereits eine rund 100 Meter lange Warteschlange vor dem Impfzentrum an der Messe gebildet.

Hessen Sozialminister Kai Klose (Grüne) rief unterdessen dazu auf, den älteren Menschen den Vortritt bei den Impfungen zu lassen. Die Menschen bauten den Immunschutz langsam ab und je älter sie seien, desto schneller gehe das. „Deshalb ist es jetzt ganz wichtig, dass zunächst mal die Älteren, die Vorerkrankten, die Immunsupprimierten zur Auffrischimpfung kommen können“, erklärte der Minister. Alle anderen bat er, sich noch etwas zu gedulden. (Steven Micksch)

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