Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Weihnachten

Viele sagen Gottesdienste ab

  • Peter Hanack
    vonPeter Hanack
    schließen

Die Gemeinden sollen selbst entscheiden, ob sie Gläubige einladen oder nicht. Die Zahl der Absagen steigt derweil.

Trotz hoher Infektionszahlen halten die beiden christlichen Kirchen an der Möglichkeit fest, zu Weihnachten Gottesdienste mit Anwesenheit von Gläubigen zu feiern. Immer mehr Gemeinden aber sagen aus eigenen Stücken ab.

„Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage hat die Kirchengemeinde zum Schutz aller entschieden, keine Präsenzgottesdienste zu Weihnachten zu feiern.“ So oder so ähnlich ist es zurzeit an immer mehr Kirchentüren, in Schaukästen und auf den Homepages von Kirchengemeinden zu lesen. Drei Tage vor Heiligabend ist der Entscheidungsdruck groß, ob nun gemeinsam die Christmette und andere Gottesdienste gefeiert werden können oder nicht.

Offiziell von Landesseite aus sind diese erlaubt, sofern die Bestimmungen zum Infektionsschutz eingehalten werden können. Sowohl das katholische Bistum Limburg als auch die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) stellen es den Gemeinden und Pfarreien frei, wie sie Weihnachten begehen wollen.

„Die Gottesdienste sind bistumsweit nicht abgesagt“, betont Bistumssprecher Stephan Schnelle. Allerdings weiß auch er von „einzelnen Pfarreien“, die über eine solche Absage nachdächten. Schließlich, so Schnelle, sei niemand verpflichtet, den Gottesdienst zu feiern, „und man ist auch kein schlechter Christ, wenn man dieses Weihnachten nicht in die Kirche geht“.

Halt finden und Hoffnung schöpfen

Er gehe aber davon aus, dass die Konzepte hinreichend Schutz vor einer Ansteckung böten. So sehe es beispielsweise auch die Nationale Akademie der Wissenschaften, die Leopoldina. „Wir denken auch, dass es ein wichtiges Zeichen ist, dass Gottesdienste stattfinden, damit Menschen dort Halt finden und Hoffnung schöpfen können.“

Volker Rahn, Sprecher der EKHN, betont, dass die Kirchenleitung beide Entscheidungen unterstütze - sowohl das Feiern als auch das Absagen von Gottesdiensten. „Von uns gibt es für beides die volle Rückendeckung.“

Die Evangelische Kirche von Westfalen dagegen hat schon vergangene Woche dringlich empfohlen, auf Präsenz-Gottesdienste zu verzichten. Ähnliche Empfehlungen gibt es bislang schon im Dekanat Gießen und Wetterau.

Viele katholische und evangelische Gemeinden bieten alternative Angebote, etwa Materialien für Hausandachten, das Übertragen von Gottesdiensten per Video oder die Verweise auf die Sendungen im Radio oder Fernsehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare