Corona

Unter Zwang in die Quarantäne

  • Pitt v. Bebenburg
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Acht Verweigerer wurden nach einem Richterbeschluss in Hessen in separierten Räumen untergebracht. Einige ließen sich aber auch rechtzeitig belehren.

Es sind nicht viele Menschen, die sich der Quarantäne entziehen, wenn sie positiv auf Corona getestet wurden oder nach Rückkehr aus einem Risikogebiet unter Beobachtung stehen. Aber bei einigen hartnäckigen Verweigerern hat der Staat durchgegriffen, um die Einhaltung der Quarantäne durchzusetzen. Das geht nur, wenn ein Amtsgericht die Zwangsunterbringung beschließt.

„In Hessen wurden wegen Verstößen gegen Quarantäneauflagen acht Personen zwangsweise untergebracht“, schreibt Sozialminister Kai Klose (Grüne) in seiner Antwort auf Fragen der Linken-Abgeordneten Christiane Böhm. Das geschehe nur, wenn sich die Personen „wiederholt uneinsichtig und unkooperativ“ zeigten, fügt er hinzu.

Die Betroffenen seien in separierten Räumen von Kliniken oder Gemeinschaftsunterkünften untergebracht worden. Zuvor hätten die Behörden versucht, diesen harten Schritt zu vermeiden, „in persönlichen Gesprächen an die Vernunft der Personen zu appellieren und sie über die Notwendigkeit der Quarantänemaßnahmen zum Schutz ihrer Mitmenschen zu überzeugen“. Dafür würden „wiederholt Gespräche zur Überzeugung geführt und aufgezeigt, welche Maßnahmen folgen, sollte die Person sich nicht an die Anordnungen halten“, formuliert der Minister.

Manche Menschen lassen sich dabei auch eines Besseren belehren. So berichteten die Gesundheitsämter von Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Darmstadt und Kassel von insgesamt 15 Personen, die sich der Quarantäne „zunächst widersetzt“ hätten. Sie hätten aber „durch wiederholte Gespräche von der Notwendigkeit einer Quarantäne überzeugt werden“ können, teilte Minister Klose unter Berufung auf die kommunalen Gesundheitsämter mit.

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