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Auch in den Grundschulen müssen die Kinder von der ersten Klasse an eine Maske tragen.
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Auch in den Grundschulen müssen die Kinder von der ersten Klasse an eine Maske tragen.

Hessen

Corona in Hessen: Maskenpflicht schon in der Grundschule

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Hessen führt auch an Grudschulen die Maskenpflicht ein, einzig an Kitas sind sie noch kein Muss. Vor März rechnet Ministerpräsident Bouffier nicht mit weiteren Lockerungen.

Vom 22. Februar an muss schon der Nachwuchs in den Grundschulen Masken tragen. Die Vor-Abiturklassen Q2 gehen dann in den Präsenzunterricht. Lehrer:innen und Erzieher:innen können sich jede Woche freiwillig testen lassen. Außer den Friseurstudios öffnen zum 1. März auch Fußpfleger:innen, denn deren Dienste sind für alte Menschen wichtig. Bei den Kontaktbeschränkungen bleibt es bei einem Haushalt plus einer weiteren Person. Wie in vielen anderen Bundesländern zählen künftig auch in Hessen Kinder unter 14 Jahren dabei nicht mit.

Das sind die wesentlichen Neuerungen, die das hessische Corona-Kabinett am Donnerstag beschlossen und im Anschluss in Wiesbaden verkündet hat. Sie resultieren aus den Beratungen zwischen Bund und Ländern vom Mittwoch und gelten bis 7. März. Den von vielen Seiten geforderten Perspektivplan stellte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) für Anfang des nächsten Monats in Aussicht. Am 3. März trifft sich die Runde wieder. Sollten die Mutanten den Entscheidungsträger:innen keinen Strich durch die Rechnung machen, sei dann mit weiteren schrittweisen Lockerungen zu rechnen, sagte Bouffier. Angestrebt sei ein mit den Bundesländern abgestimmtes einheitliches Handeln. Die Wirtschaft erhalte finanzielle Unterstützung. Der wochenlange fehlende Präsenz-unterricht verursache die gravierendsten Dauerschäden. Deshalb werde Hessen mit den Schulen beginnen.

Ab 22. Februar ist für die Stufen 1 bis 6 Wechselunterricht angesagt. „Das Angebot der Notbetreuung hält das Land für alleinerziehende Eltern und Familien, in denen beide Elternteile arbeiten, aufrecht“, sagte Kultusminister Alexander Lorz (CDU). Den älteren Jahrgangsstufen werde eine Rückkehr ermöglicht, sobald die Inzidenzwerte dies ermöglichen. Ihre Abwesenheit ermöglicht, die Abschlussklassen und die Q2 unter Hygienebedingungen zu unterrichten.

Die Kindertagesstätten kehren in den „eingeschränkten“ Regelbetrieb zurück, sagte Sozialminister Kai Klose (Grüne). Das heiße: konstante Gruppen, hohe Anforderungen an die Hygiene, und dass jene Erzieher:innen fehlen, die einer Risikogruppe angehören. Eine Maskenpflicht werde es nicht geben. Wie bei dem Personal der Schulen werde das Angebot freiwilliger Tests in ausgewählten Arztpraxen verdoppelt. „Gerade die Kleinsten, die in den letzten Wochen zu Hause betreut wurden, brauchen dringend die Rückkehr zu einem Betreuungsangebot“, sagte Klose.

Die SPD beantragte eine Sondersitzung des zuständigen Ausschusses im Landtag, um das weitere Vorgehen zu beraten. „Ich gehe davon aus, dass am Ende der Wechselunterricht, den die SPD seit Monaten fordert und den der Kultusminister bisher beharrlich verweigert hat, wenigstens bis zum Ende dieses Schuljahres in den hessischen Schulen Standard wird“, sagte Fraktionschefin Nancy Faeser. Sie wiederholte ihre Forderung nach einem verbindlichen Stufenplan, der festlegt, bei welchen Inzidenzen welche Lockerungen erfolgten. Das sichere nicht zuletzt die Akzeptanz der Bevölkerung. „Die Menschen brauchen endlich eine langfristige Perspektive, wie es weitergehen soll.“

Vor einer „Zero-Covid-Strategie durch die Hintertür“ warnte René Rock, Fraktionsvorsitzender der FDP. Nicht alleine Friseure bräuchten Planbarkeit, sagte er. „Für den Einzelhandel wurde eine 35er-Inzidenz in den Raum gestellt, für die Gastronomie gab es nicht mal den kleinsten Hinweis.“ Die Linksfraktion forderte „deutlich mehr kostenfreie und massenhafte Testmöglichkeiten“. Notwendig sei zudem eine Verbesserung der Kontaktnachverfolgung durch eine deutliche Verstärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes sowie kostenfreie FFP2-Masken für alle Menschen, die sie sich nicht leisten können, sagte Vorsitzende Janine Wissler. „Das kostet Geld, aber es rettet Leben und hilft dabei, den Dauer-Lockdown perspektivisch zu beenden.“

Die AfD-Fraktion sieht keine Notwendigkeit, die Menschen weiter vor dem Virus zu schützen. Sie forderte, den Lockdown sofort aufzuheben.

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