Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Hessen

Corona in Hessen: Impfstoffmangelbis in den März hinein

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
    schließen

Bouffier rechnet für das zweite Quartal mit ausreichend Nachschub. Er schließt aus, dass die Restaurants Mitte Februar öffnen.

Es gibt nicht mehr Impfstoff. Aber immerhin klare Zusagen, wie viel Hessen in den kommenden drei Wochen geliefert bekommt. Allerdings längst nicht so viel, wie die 28 Impfzentren bewältigen könnten, die am 9. Februar eröffnen, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). „Es bleibt bei der Mangelverwaltung.“ Sechs bis zehn Wochen werde es wohl noch dauern, bis sich die Situation entspannt. „Mitte bis Ende März wird es deutlich vorangehen“, sagte der Ministerpräsident am Montagabend in Wiesbaden, wo er über die Ergebnisse des „Impfgipfels“ informierte. Per Videokonferenz hatten die Bundesregierung und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sowie Vertreter:innen der Hersteller und der EU-Kommission beraten.

Impftermine

Am Mittwoch , 3. Februar, startet die nächste Vergabe von Impfterminen. Berechtigt sind rund 550 000 Menschen in Hessen; überwiegend Seniorinnen und Senioren über 80 Jahre. Die Callcenter sind in der Zeit zwischen 8 und 20 Uhr erreichbar unter den Telefonnummern 06 11 / 505 92 888 oder unter 116 117. Die Online-Anmeldung funktioniert über impfterminservice.hessen.de oder impfterminservice.de jur

„Eine ganze Fülle von Unwägbarkeiten“ spiele bei der Produktion eine Rolle, so Bouffier. Hessen werde auch weiterhin die Hälfte aller Lieferung für die Zweitimpfung zurückhalten. Das Serum von Astrazeneca eigne sich für den Rettungsdiensts und andere aus der höchsten Prioritätengruppe, die jünger als 65 Jahre sind. Das Serum sei nicht schlechter, aber zu schwach für Ältere. Ob es Mitte Februar zu Lockerungen des Lockdowns kommt sei abhängig von der Verbreitung der Mutanten. „Da haben wir noch keine Daten vom Robert-Koch-Institut.“ Eine Öffnung der Restaurants oder grünes Licht für größere Veranstaltungen schloss er aus. „Einiges wird bleiben.“

Im Vorfeld des Impfgipfels hatte der Paritätische Wohlfahrtsverband Hessen gefordert, dem Personal von Kindertagesstätten und in der Jugendhilfe möglichst rasch eine Impfung anzubieten. „Körperkontakt ist in der Betreuung unverzichtbar, oft ohne Maske“, sagte Landesgeschäftsführerin Yasmin Alinaghi. Das Infektionsrisiko sei daher wesentlich höher als an den meisten anderen Arbeitsplätzen. Trotz Lockdown und dem Appell der Landesregierung seien Kitas stark ausgelastet. „Erzieher:innen und Sozialpädagog:innen leisten einen wichtigen Beitrag dazu, das gesellschaftliche Leben in der Corona-Pandemie aufrecht zu erhalten“, ergänzte Eric Gumlich, Referent für Kinder- und Jugendhilfe.

Nachjustierung bei den Prioritäten forderte auch Christiane Böhm, gesundheitspolitische Sprecherin der Linken. Außer Beschäftigten in der Kinderbetreuung dürften auch Hausärztinnen und Hausärzte sowie ihre Praxisteams nicht zum Schluss geimpft werden. Für sie könne der Astrazeneca-Impfstoff verwendet werden, der für Ältere in Deutschland nicht genutzt werden soll. „Das unflexible Klammern der Landesregierung an die Bundes-Impfverordnung führt angesichts der weiterhin viel zu geringen Impfstoffmengen zu zahllosen Ungerechtigkeiten“, sagte Böhm. Das jüngste Urteil des Verwaltungsgerichts Frankfurt zeige, dass der Landesregierung die Strategie fehle, wann jüngere Schwererkrankte ein Recht auf Impfung haben. Ohne eine solche sei mit hunderten Eilanträgen kranker Menschen zu rechnen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare