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Mundschutz ist Pflicht für Besuche im Seniorenheim.
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Mundschutz ist Pflicht für Besuche im Seniorenheim.

Senioren

Heime brauchen Unterstützung

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Wegen hoher Krankenstände fordert Verdi das Land Hessen auf, Alten- und Pflegeheimen stärker unter die Arme zu greifen. Sozialminister Kai Klose sagt Hilfen zu.

Eine landesweite „Taskforce Altenpflege“ fordert die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi von der Landesregierung. Speziell die Leitung kleinerer Heime sei mit der Pandemiesituation logistisch überfordert. Wichtig sei ein frühzeitiges Einschreiten, damit sich ein Betreuungsnotstand wie jüngst in Marburg nicht wiederhole. Wegen des hohen Krankenstands beim Personal wurden dort Bewohner:innen stundenlang nicht versorgt.

Das Sozialministerium müsse Unterstützung bieten. Die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte seien mit dieser Aufgabe überlastet, sagt Georg Schulze, Fachbereichsleiter für Gesundheit und soziale Dienste. „Wenn die Ausbreitung der Pandemie in den Pflegeeinrichtungen nicht schnell reduziert werden kann, bedeutet das zwangsläufig auch das Überlaufen der Kliniken.“

Wie Schulze betont, ist die Lage uneinheitlich. „Viele Heime arbeiten vorbildlich.“ Doch andere verfügten noch immer nicht über Schnelltests oder wendeten sie nicht an, weil ein Konzept oder die Schulung fehle. Eine Lösung wären mobile Testteams, die in die Heime kämen – so wie in Tübingen. Für nachahmenswert hält er auch die reservierten Einkaufszeiten für Ältere oder Taxifahrten zum Preis eines Bustickets.

„Die Situation in den Pflegeheimen ist an der Grenze der Belastbarkeit“, sagt Schulze. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, würden nicht selten symptomfreie Infizierte weiterbeschäftigt. Angesichts der hohen Krankenstände boome die Leiharbeit. Manche Einrichtungen deckten so bereits ein Viertel ihres Personalbedarfs ab. Für die Stammbelegschaft heißt dies noch mehr Arbeit, weil sie die Neuen anlernen muss. Für die Betreiber:innen wird es teuer. Leiharbeit in der Pflege kostet nach Aussagen des Gewerkschafters das Zwei- bis Dreifache einer angestellten Pflegekraft.

Hessen Sozialminister Kai Klose (Grüne) kündigte am Dienstag mehr Hilfen für kreisfreie Städte und Kreise an: „Wir werden die regionalen Personalpools“ unterstützen. Gemeint sind Initiativen wie die des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Stadt Marburg, die einen Appell gestartet haben, als Pflegekraft oder in der Hauswirtschaft eines Heims auszuhelfen. Wie Klose sagte, bietet das Land Schulungen an sowie das Kow-how professioneller Akteure.

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