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Hessen

Corona in Hessen: Gratis-Schnelltests inder Warteschleife

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Keiner weiß, wie Spahns Idee umgesetzt werden soll. Die Leute fühlen sich überrumpelt.

Kostenlose Schnelltests für alle. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) jetzt versprochen. Vom 1. März an soll es schon damit losgehen. Übernehmen sollen den Service die Testzentren, Arztpraxen und Apotheken, sagt er. Doch die hatten am Mittwoch noch keinerlei Informationen – zumindest, was Hessen betrifft.

„Wir wissen noch nichts“, lautet die lapidare Antwort des Sprechers der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Hessen, Karl Roth. Dabei müssten doch gerade dort die Stränge zusammenlaufen. Schließlich betreibt die KV sämtliche nicht kommerziellen Testcenter im Land. Und sie vertritt auch die in Praxen niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte.

Die dürften durch die neue Spahn-Aktion vor die gleichen Probleme gestellt werden wie die Betreiber:innen der Apotheken. Sie benötigen separate Räumlichkeiten und geschultes Personal, das die Abstriche fachgerecht vornimmt. „Unter den Regeln für Sars-CoV-2 ist das sehr schwierig umzusetzen“, sagt der Hauptgeschäftsführer der hessischen Apothekerkammer, Ulrich Laut. Außer einem Hygienekonzept müssten weitere Regeln des Infektionsschutzrechts berücksichtigt werden. Die Testwilligen müssten von der anderen Kundschaft räumlich getrennt werden. „Das dürfte nicht jedem Mitglied möglich sein.“ Die Ankündigung Spahns erinnert ihn an die Ausgabe kostenloser Masken für alle Menschen über 60 Jahre zum Jahresende. Davon habe die Apothekerschaft auch erst zwei Tage vorher erfahren: „Der macht das einfach und alle anderen müssen dann gucken, wie sie damit klarkommen.“

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen will sich erst äußern, wenn die betreffende Verordnung vorliegt, sagt eine Sprecherin. Und: „Wir begrüßen grundsätzlich alles, was das Risiko der Ansteckung mindert.“

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