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Corona-Pandemie

So funktioniert die Anmeldung zur Corona-Impfung in Hessen

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Noch sind in Hessen die mobilen Impfteams in den Heimen unterwegs. Doch am 12. Januar können sich die ersten Hessinnen und Hessen einen Termin besorgen.

  • In Hessen beginnt die Terminvergabe für die Corona-Impfungen am 12. Januar.
  • Zunächst wird in sechs hessischen Städten geimpft.
  • Die Impfung gegen das Coronavirus ist kostenlos.

Wiesbaden - In Rheinland-Pfalz ging es am Montag (04.01.2021) schon los. Am Dienstag (12.01.2021) startet auch Hessen mit der Terminvergabe für die Corona-Impfung außerhalb der Heime. An der Reihe sind hauptsächlich über 80-Jährige. Bei starken körperliche Einschränkungen kommen die Impfteams nach Hause. Für die anderen öffnen zum 19. Januar sechs Impfzentren.

Wie funktioniert die Anmeldung?

Telefonisch über die Hotline 116 117. Oder online über impfterminservice.de. Aktuell ist eine Anmeldung noch nicht möglich.

Wo befinden sich die sechs regionalen Impfzentren?

In Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Sie übernehmen die Schutzimpfung gegen das Coronavirus für die eigene Gebietskörperschaft und umliegende Kreise.

Wo kann ich mich informieren?

Online unter corona.hessen.de oder rki.de. Für allgemeine Fragen steht das Bürgertelefon der Landesregierung zur Verfügung: Telefon (0800) 555 4666.

Corona in Hessen: Wegen geringer Impfstoffmengen öffnen noch nicht alle Zentren

Warum öffnen nicht gleich alle 28 Impfzentren in Hessen?

Angesichts der geringen Impfstoffmengen lohnt es sich nicht, unter Volllast zu laufen. Dennoch werden Tausende Bürgerinnen und Bürger wöchentlich ihre Schutzimpfung gegen das Coronavirus erhalten können, versichert Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU). Sobald eine erhöhte Impfstoffproduktion und weitere Zulassungen für wirksame Impfstoffe erfolgen, sollen weitere Zentren öffnen. Später sollen vor allem die Hausärzt:innen impfen. Möglich wäre das nur mit einem weniger sensiblen Impfstoff als dem aktuellen von Biontech/Pfizer. Der benötigt beim Transport 70 Grad Kühlung und verdirbt schnell bei Erschütterungen nach dem Auftauen.

Die mobilen Impfteams kommen in die Heime. Wer zu Hause wohnt, muss sich anmelden.

Wer genießt in der Impfverordnung des Bundes oberste Priorität?

Die empfindlichsten. Seit 27. Dezember werden, unabhängig vom Alter, Bewohner:innen und Personal von Alten- und Pflegeheimen von den mobilen Teams der Landkreise und kreisfreien Städte in den Einrichtungen versorgt. Potenziell kommen hier rund 113.000 Frauen und Männer in Hessen für eine Schutzimpfung infrage. Hinzu kommen weitere rund 15.000 Menschen, die in Kliniken im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt sind. Außerdem: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungsdienste und der ambulanten Pflegedienste sowie alle weiteren Personen ab dem 80. Lebensjahr.

Wie groß ist diese erste Gruppe insgesamt?

Insgesamt zählt die erste Gruppe rund 567.000 Menschen.

Corona-Krise in Hessen: Bislang 33.405 Impfungen durchgeführt

Wie viele sind aktuell schon geimpft?

Das Robert-Koch-Institut meldet (Stand 03.01.2021) 33.405 Impfungen, das waren 3.320 mehr als am Vortag. Darunter waren 12.955 Pflegeheimbewohner:innen, 1.185 hatten eine medizinische Indikation, 19.405 eine berufliche. 1.616 wurden aus Altersgründen geimpft (Mehrfachnennung möglich). Bei den Impfungen pro 1.000 Einwohner liegt Hessen mit 5,3 auf Platz drei. Hinter Sachsen-Anhalt mit 6,1 und Mecklenburg-Vorpommern mit 7,1. Bundesweiter Durchschnitt: 3,2 Impfungen gegen das Coronavirus pro 1000 Einwohner.

Wer steht als zweiter auf der Prioritätenliste?

Personen ab dem 70. Lebensjahr sowie mit besonderem Risiko einer schweren oder tödlichen Infektion (Trisomie 21, Demenz oder geistige Behinderung und Organtransplantierte). Bewohner:innen von Obdachlosen- und Asylbewerberunterkünften sowie Beschäftigte des Öffentlichen Gesundheitsdiensts in Hessen oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur.

Wie geht es nach den 70-Jährigen weiter?

Es folgt die Gruppe 60 plus. Mit ihnen chronisch Kranke mit einem erhöhten Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Corona-Infektion. Dazu zählen auch adipöse Menschen (BMI über 30). Zur Gruppe C gehören außerdem Beschäftigte in medizinischen Einrichtungen mit niedrigem Corona-Expositionsrisiko. Personen in besonders relevanten Positionen in staatlichen Einrichtungen, insbesondere in den Regierungen und Verwaltungen, bei den Streitkräften, bei Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, in den Parlamenten und in der Justiz in Hessen.

Corona-Impfungen in Hessen: Lehrpersonal gehört zur Gruppe C

Unter diese Rubrik fallen auch Menschen, die in besonders relevanter Position in Unternehmen der Kritischen Infrastruktur tätig sind, insbesondere im Apothekenwesen, in der Pharmawirtschaft, in der Wasser- und Energieversorgung, in der Ernährungs- und Abfallwirtschaft, im Transport- und Verkehrswesen sowie in der Informationstechnik und im Telekommunikationswesen. Außerdem: Erzieher:innen und Lehrer:innen. Personen mit prekären Arbeits- und/oder Lebensbedingungen wie etwa Saisonarbeiter:innen, Beschäftigte in Verteilzentren oder in der Fleisch verarbeitenden Industrie oder auch im Einzelhandel Tätige.

Wer organisiert das Serum?

Der Bund gibt es an die Bundesländer weiter. Hessen koordiniert die Zulieferung an die Zentren und bestellt den Nachschub.

Wie kommt das Serum in die Städte und Kreise?

Es gibt mehrere sichere Zentrallager. Von dort aus erfolgt, je nach Bedarf, die Zulieferung an die Impfstellen. Das übernehmen zertifizierte Logistikunternehmen, sodass die Kühlkette nicht unterbrochen wird. In Spezialfahrzeugen wird der Impfstoff gegen das Coronavirus durch Trockeneis in speziellen Behältern gekühlt. Das Verladen muss schnell gehen, damit die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Während der Lieferung wird die Temperatur durch kleine Messgeräte, sogenannte Logger, überwacht.

Corona-Pandemie in Hessen: Keine Super-Kühlschränke in den Impfzentren nötig

Brauchen die Impfzentren auch Super-Kühlschränke?

Nein. Angesichts der kurzen Lagerzeiten bis zur Verimpfung reicht die Lagerung in normalen Kühlschränken. Der Impfstoff ist bei diesen Temperaturen bis zu fünf Tage haltbar, ohne dass er seine Wirkung verliert.

Was kostet mich die Impfung?

Sie ist in den Impfzentren in Hessen kostenlos.

Was muss ich mitbringen?

Den Personalausweis, den Impfpass und das Krankenkassenkärtchen. In Ausnahmen können die Ärzte im Zentrum einen neuen Impfpass erstellen, den der Hausarzt mit dem alten zusammenführt. (Jutta Rippegather)

Rubriklistenbild: © Michael Schick

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