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Ein Arzt spritzt eine Impfung in den Oberarm
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Impfung gegen Corona: Ab Mitte Dezember soll der Impfstoff gegen das Virus zur Verfügung stehen.

F&A

Corona-Impfung in Hessen: 28 Impfzentren im Aufbau

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Wir beantworten Fragen zur Organisation vor Ort. Es gibt schon erste Testläufe.

Die Vorbereitungen zur Massenimpfung laufen. 28 Standorte für Impfzentren sind dem hessischen Innenministerium gemeldet. Viele Details sind noch offen. Eine Zwischenbilanz.

Wann geht es los mit der Impfung?

Noch ist kein Serum zugelassen, daher ist der Starttermin offen. Die Landesregierung hat die 21 Landkreise und fünf kreisfreien Städte dazu aufgerufen, bis 11. Dezember „Betriebsbereitschaft in den Impfzentren“ herzustellen. Die Forderung sei jetzt erfüllt, so ein Ministeriumssprecher am Dienstag.

Warum können das die Hausärzte nicht übernehmen?

Weil sie keine Spezialkühlschränke haben.

Wie viele Impfungen sind geplant?

30 000 Impfungen am Tag sind das Ziel. Selbst an Wochenenden sollen die Zentren in Hessen von 7 bis 22 Uhr geöffnet sein. Ergänzend sind Teams im Einsatz, die Menschen in Alten- oder Pflegeheimen oder daheim versorgen. Nach derzeitigem Stand muss jeder zwei Mal gepiekst werden. Die avisierte Impfquote liegt bei 60 bis 70 Prozent.

Wer wird zuerst geimpft?

Das liegt auch an dem Serum, das zur Verfügung steht. Erst dann wird die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Empfehlung abgeben. Ethikrat und Leopoldina plädieren dafür, Alte und chronisch Kranke zuerst zu impfen sowie Vertreter systemrelevanter Berufe wie Ärzt:innen, Pflegekräfte, Beschäftigte der Polizei oder Feuerwehr. Die Gewerkschaft Verdi hat am Montag Vorrang für Lehrer:innen und Erzieher:innen gefordert.

Wie komme ich an die Impfung?

Die gibt es nur auf schriftliche Einladung. Details dazu sind noch in Arbeit. Das geringste Problem sind wohl Menschen ab einem bestimmten Alter. Der Staat weiß, wer zum Beispiel über 65 ist. Bei Pflegebedürftigen könnte die Pflegekasse Daten liefern. Bei Vorerkrankten könnten die Hausärzte Bescheinigungen ausstellen.

Woher kommt das Personal?

Das Land führt schon länger Gespräche mit den Vertreter:innen der Kommunen, der Ärzt:innen und Hilfsorganisationen. Städte, Landkreise und die Landesärztekammer haben Aufrufe veröffentlicht. Medizinisches Fachpersonal kann die Impfung übernehmen. Das Aufklärungsgespräch vorher muss laut Gesetzgeber ein Arzt führen. Die Landesregierung setzt auf die Unterstützung der Niedergelassenen, der Pensionäre und Betriebsärzte. Die Bundeswehr und DRK haben Hilfe zugesagt.

Wie kommt der Impfstoff zum Zentrum?

Der Bund gibt ihn an die Länder, die mit einer auf Kühlung spezialisierten Spedition das Serum verteilen. Schon vor Wochen hatte die Landesregierung mit dem Beschaffen von Kanülen, Spritzen und Desinfektionsmitteln begonnen. Kühlkapazitäten für die Zentren werden ebenfalls vom Land gestellt.

Wo entstehen Impfzentren?

Frankfurt hat die Messe ausgeschaut. Der Mainz-Kinzig-Kreis zwei Standorte: August-Schärttner-Halle in Hanau und die Großsporthalle der Kreisrealschule in Gelnhausen. In Wiesbaden gab es am Sonntag einen erfolgreichen Testlauf im Rhein-Main-Congresscenter. 1000 bis 1500 Menschen sollen dort täglich das Vakzin erhalten. Das Corona-Impfzentrum des Hochtaunuskreises soll in dem ehemaligen Hewlett-Packard Gebäude in Bad Homburg entstehen. Das haben Landrat Ulrich Krebs und der zuständige Dezernent Thorsten Schorr am Dienstag bekannt gegeben. Der Wetteraukreis hat einen leerstehenden Baumarkt in Büdingen ausgeschaut. In Darmstadt ist für Samstag ein Probelauf im Kongresszentrum Darmstadtium geplant. Der Kreis Groß-Gerau hat zwei Sporthallen an der Martin-Buber-Schule in Groß-Gerau ausgewählt. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg wird es in Reinheim ein Impfzentrum geben, das andere in Pfungstadt .

Zusammengestellt von Jutta Rippegather (mit cka, mre, jo)

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