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Impfung

Corona in Hessen: Neue Impftermine angekündigt

  • Jutta Rippegather
    vonJutta Rippegather
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Spätestens im Mai soll jeder aus der Priorisierungsgruppe 1 einmal gegen Corona geimpft sein. Die Landesregierung bittet um Geduld.

  • Die hessische Landesregierung hat die Vergabe von neuen Impfterminen angekündigt.
  • Impfstoffmangel verzögert die Impfung gegen das Coronavirus.
  • Hessen bekommt weniger Impfstoff geliefert, als vorgesehen.

Wiesbaden – Nächsten Mittwoch (03.02.2021) startet die zweite Anmelderunde für die Corona-Impfungen. Alle sollen dann zu Zug kommen, die unter die Priorisierungsgruppe 1 fallen. Sie müssen Geduld aufbringen – nicht allein, weil die Callcenter wohl auch diesmal überrannt werden. Angesichts des Impfstoffmangels erstrecken sich die Termine bis in den April/Mai. Sollte der Bund wider Erwarten mehr Nachschub liefern, würden die Termine nach vorne gezogen, hieß es am Donnerstag (28.01.2021) in Wiesbaden.

Innenminister Peter Beuth (CDU) und Sozialminister Kai Klose (Grüne) informierten dort, wo Hessen steht und wie es weitergeht. Anders als in manchen anderen Bundesländern werde trotz der Lieferprobleme kein zugesagter Termin abgesagt. Was daran liege, dass Hessen, den Empfehlung des Bundes folgend, die Hälfte der gelieferten Mengen für die Zweitimpfung zurücklegt. Im Bundesländer-Ranking des Robert-Koch-Instituts lande man deshalb auf einem der hinteren Plätze. Doch Hessen sei zuverlässig und liege bei den Zweitimpfungen sogar mit mehr als 35 000 an der Spitze.

Wie es geht

Zur Priorisierungsgruppe 1 gehören Seniorinnen und Senioren ab 80 Jahren, die nicht in einem Alten- oder Pflegeheim leben, sowie Angehörige mobiler Pflegedienste.

Terminvereinbarungen sind von Mittwoch, 3. Februar, an auf zwei Wegen möglich: per Telefon 06 11 / 505 92 888 oder 116 117; online über impfterminservice.hessen.de oder impfterminservice.de

Corona-Impfung in Hessen: Es wird zu wenig Impfstoff geliefert

Den Ministern zufolge waren die mobilen Teams in Hessen inzwischen in 60 Prozent der Alten- und Pflegeheime, bis Ende Februar sollen es alle sein. Sollte dann ein für den Transport geeignetes Serum zur Verfügung stehen, könnten die Teams die Menschen in häuslicher Pflege aufsuchen, deren Zahl bei rund 50 000 liegt. Abzüglich ihrer und der bereits Geimpften bleiben rund 300 000 Hess:innen, die bis spätestens Mai zum Zuge kommen sollen.

Die ihnen folgende Gruppe ist eine wesentlich größere, sagte Klose. Die müsse sich wohl bis zum zweiten Quartal gedulden, wenn die Hersteller mutmaßlich größere Mengen lieferten. Der Grünen-Politiker kritisierte die Kommunikationspolitik der Hersteller. Die aktuelle Situation sei „sehr unbefriedigend“. Was zur Folge hat, dass vom 9. Februar an zwar sämtliche 28 Impfzentren im Land arbeiten werden. Doch bei weitem nicht unter Volllast. Für den Hochtaunuskreis etwa stehen pro Woche lediglich 700 Dosen zur Verfügung, für die Landkreise Darmstadt-Dieburg 880, für Hersfeld-Rothenburg sogar nur 350. Das sei weit entfernt von den täglich 1000 Impfungen, die vorgesehen sind, sagte Beuth. Die Zuteilung an die Landkreise und kreisfreien Städte orientiert sich an der Bevölkerungszahl.

Für eine Covid-19-Impfung können Zuhauselebende über 80-Jährige Hessinnen und Hessen ab Mittwoch Termine vereinbaren.

Impfung gegen Corona: Hessen erhält 60.000 Impfdosen wöchentlich von Biontech

Um Geduld bat er auch bei den Termin-Anmeldungen. Bei der ersten Runde hatte es erhebliche Probleme gegeben, viele Senior:innen waren verärgert. Das Personal in den Callcentern in Hessen sei nachgeschult und um 50 Prozent aufgestockt worden, sagte der Innenminister. Doch bei großen Zugriffszahlen werde es auch diesmal an seine Grenzen geraten. Er geht nicht davon aus, dass Paare schon ab Mittwoch gemeinsame Impftermine buchen können.

Angesichts der von Biontech angekündigten Reduzierungen rechnet die Landesregierung mit einer wöchentlichen Lieferung von knapp 60.000 Impfdosen des Herstellers für Hessen. Sie sollen fortan ausschließlich an die 28 Impfzentren gehen. Hinzu kommt das Vakzin von Moderna. Bisher hat Hessen 4800 Dosen der Firma erhalten, eine weitere Lieferung von etwa 7200 Dosen soll noch in dieser Woche ankommen. Ab kommender Woche werden diese Seren in Alten- und Pflegeheimen sowie in den besonders belasteten koordinierenden Krankenhäusern eingesetzt. (Jutta Rippegather)

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/dpa

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