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Corona-Impf-Aktion „Dein Pflaster“ macht Station am Kurt-Schumacher-Platz in Kesselstadt. Der „Impf-Bus“ soll ein niedrigschwelliges Impfangebot bieten.
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Corona-Impf-Aktion „Dein Pflaster“ macht Station am Kurt-Schumacher-Platz in Kesselstadt. Der „Impf-Bus“ soll ein niedrigschwelliges Impfangebot bieten.

Corona

Corona: Impfbus tourt durch den Main-Kinzig-Kreis

  • Gregor Haschnik
    VonGregor Haschnik
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Niedrigschwelliges Angebot „Dein Pflaster“ nutzten bislang 1000 Menschen.

Schon zu Beginn, um die Mittagszeit, steht eine längere Schlange vor dem weißen Zelt, auf dem ein Plakat mit der Aufschrift „Dein Pflaster. Impfen, Pflaster drauf, geschützt!“ klebt. Die Menge ist genauso bunt wie das multikulturelle Quartier rund um den Kurt-Schumacher-Platz im Hanauer Stadtteil Kesselstadt. Auch ältere Menschen, die gesundheitliche Probleme haben, sind darunter.

Sie sind froh, dass der Impfbus, der im Rahmen der Aktion „Dein Pflaster“ durch den Main-Kinzig-Kreis fährt, an diesem Tag in ihrer Nähe gehalten hat, und loben die unkomplizierte Möglichkeit „vor der Haustür“. Insgesamt haben sich hier am vergangenen Dienstag 180 Menschen impfen lassen.

Es handelt sich um ein niedrigschwelliges Angebot, bei dem keine Anmeldung notwendig ist. Lediglich der Personalausweis und die Krankenkassenkarte sind mitzubringen. Aufklärungs- und Anamnesebögen können vor Ort ausgefüllt werden. Das Ziel: Besonders in dicht besiedelten Gebieten auch jene erreichen, die bislang keinen Impftermin bekommen haben, sozial benachteiligt sind, aus beruflichen Gründen wenig Zeit oder noch Aufklärungsbedarf haben, etwa aufgrund von Sprachbarrieren.

Mit Hilfe der Aktion, die die Gelegenheiten in den Impfzentren, Arztpraxen und Betrieben ergänzen soll, sind im Main-Kinzig-Kreis nach Angaben des Kreises bislang 1000 Menschen geimpft worden. Vor dem Termin in Kesselstadt gab es bereits welche im Hanauer Freigerichtviertel und in Maintal-Bischofsheim. Dort richtete sich das Angebot gezielt an die nähere Umgebung. Darüber hinaus hielt der Bus in Nidderau und Schlüchtern, wobei auch Leute aus anderen Orten des Main-Kinzig-Kreises eingeladen waren.

„Dein Pflaster“ wurde vom Kreis sowie den Städten Hanau und Maintal vorbereitet; weitere Kommunen kooperieren. Der Kreis stellt dabei beispielsweise Personal, die städtische Hanauer Straßenbahn GmbH das Fahrzeug. Überwiegend sei der Impfstoff von Johnson & Johnson verwendet worden. Bei den mRNA-Vakzinen wird bei der Erstimpfung auch Astrazeneca eingesetzt.

Zum Auftakt im Freigerichtviertel kamen gleich 300 Anwohner:innen und ließen sich impfen. Zu Gast war Stefan Sydow, der im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration für den Bereich „Covid-Sonderlage“ zuständig ist. Er bezeichnete das Projekt als beispielhaft und sagte: „Die Impfkampagne wird besonders dann zu den gewünschten hohen Quoten führen, wenn wir alle Menschen erreichen, ganz unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Hintergrund oder bestimmten persönlichen Hürden.“

Susanne Simmler (SPD), Gesundheitsdezernentin des Kreises, zieht eine positive Zwischenbilanz. Über „Dein Pflaster“ seien viele Menschen erreicht worden, „die von der Möglichkeit sich registrieren zu lassen oder gar von ihrer eigenen Prioritätsgruppe wenig gewusst haben“, so Simmler. Sie seien froh gewesen, „dass das Impfzentrum nun sozusagen bei ihnen vorgefahren sei und „ihnen wenig mehr abverlangt als hinzugehen“.

Ein wichtiger Baustein der Initiative sind ihre „Impflots:innen“. Diese Aufgabe übernehmen Menschen, die in den Vierteln bekannt sind und geschätzt werden, am Kurt-Schumacher-Platz in Kesselstadt etwa die Stadtverordnete Saida Hashemi (SPD) und Davut Demir, der sich im Juz k.town im Boxprojekt engagiert. Im Freigerichtviertel lotste unter anderem die Stadtverordnete Selma Yilmaz-Ilkhan. Sie warben auf Plakaten für die Termine, zeigten dadurch Gesicht und standen auch als Ansprechpartner:innen zur Verfügung.

Die nächsten Stationen des Impfbusses sind am Samstag, 17. Juli, in Erlensee (Kastellstraße, 9 bis 15 Uhr) und am Dienstag, 20. Juli, in Maintal-Bischofsheim (Bürgerhaus, 12 bis 20 Uhr).

Die Aktion soll danach fortgesetzt werden, über die Sommerferien hinaus, und neben Menschen aus den Vierteln an den Haltepunkten auch anderen Impfwilligen aus dem Kreis zugänglich sein. Weitere Standorte sind geplant.

Alle Standorte und Zeiten sowie weitere Informationen werden auf der Website www.mkk.de veröffentlicht.

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