Odenwald

Die Corona-Zahlen steigen wieder

  • Jens Joachim
    vonJens Joachim
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Hauptsächlich Infektionen bei miteinander verwandten Familien im Odenwaldkreis. Kreis erreicht am Dienstag Schwellenwert. Krisenstab tagt wieder.

Nachdem im Odenwald über mehrere Tage hinweg keine Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus registriert worden waren und die 7-Tages-Inzidenz bereits bei null lag, sind die Zahlen jetzt wieder deutlich angestiegen.

Am Montag meldete das hessische Sozialministerium 17 neue Infektionsfälle binnen einer Woche und eine 7-Tages-Inzidenz von 18. Nach der Stadt Offenbach und dem Rheingau-Taunus-Kreis ist dies der dritthöchste Wert. Der Kreis erwartet, dass bei der Aktualisierung der Daten am Dienstag der Schwellenwert von 20 erreicht wird. Daher wird auch wieder der Krisenstab des Landratsamts wieder tagen. Zudem sollen wieder die Infektionszahlen täglich und nicht nur alle drei Tage vermeldet werden.

Seit Beginn der Pandemie haben sich (Stand: Montag, 12.15 Uhr) 437 Menschen aus dem Odenwald mit dem Erreger infiziert. 63 Menschen, darunter auffällig viele aus Alten- und Pflegeheimen, sind im Zusammenhang mit der durch das Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. 355 Infizierte gelten inzwischen als genesen.

Bei den zuletzt mit dem Coronavirus infizierten Menschen handelt es sich nach Auskunft eines Sprechers der Kreisverwaltung vor allem um Mitglieder von Familien, die miteinander verwandt sind. Das Ausbruchsgeschehen sei „lokal begrenzt“. Ein Pflegeheim sei nicht betroffen. Die Ursache des Ausbruchs lasse sich nicht auf ein bestimmtes Ereignis zurückführen, etwa eine Familienfeier. Es handele sich auch nicht um Reiserückkehrer.

Im benachbarten Landkreis Darmstadt-Dieburg wurde indes am Samstag das seit dem 22. Juli geltende Besuchsverbot für die Kreisklinik in Groß-Umstadt wieder aufgehoben, weil kein Covid-19-Patient mehr stationär behandelt wird. Das hat die Klinik auf ihrer Internetseite mitgeteilt.

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