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Entspannt einkaufen gehen: Hede Fijanipoudonak holt sich ein blaues Offenbach-Bändchen ab.
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Entspannt einkaufen gehen: Hede Fijanipoudonak holt sich ein blaues Offenbach-Bändchen ab.

Rhein-Main

Corona: 2G-Bändchen für den Einkauf

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Mehrere hessische Kommunen setzen auf eine einmalige Registrierung für den Besuch im Einzelhandel, Gastronomie und den Weihnachtsmarkt, um Kontrollen zu erleichtern.

Hede Fijanipoudonak hält es für eine gute Idee. „Dann muss man nicht in jedem Laden seinen Nachweis vorzeigen“, findet sie. Die 67-Jährige wohnt im Frankfurter Stadtteil Oberrad und ist am Montag zum Einkaufen in die Offenbacher Innenstadt gelaufen. In der Frankfurter Straße steht seit gestern ein Pavillon der Stadt, der blaue Bändchen an alle ausgibt, die entweder ihren Genesenen- oder ihren Impfnachweis vorzeigen. Damit können die Menschen in der nächsten Zeit in Geschäften des nichtalltäglichen Bedarfs einkaufen, die Gastronomie und den Weihnachtsmarkt besuchen, ohne sich jedes Mal neu ausweisen zu müssen, wie es seit vergangenem Mittwoch Gesetz ist. So zumindest in der Theorie.

In den Offenbacher Geschäften hatte sich das am Montagvormittag noch nicht überall herumgesprochen. Eine Frau beklagte am Pavillon, dass sie im Komm-Center trotz Bändchen brüsk abgewiesen wurde. Eine andere Frau berichtete von einem gleichen Erlebnis in einem Bekleidungsgeschäft. „Dann können wir es auch bleiben lassen“, war ihre Meinung. Stadtsprecher Fabian El-Cheikh erklärte am Montag, dass City-Managerin Birgitt Möbus noch einmal in alle Geschäfte gehen wird, um den Einzelhandel und die Gastronomie auf die 2G-Bändchen hinzuweisen. „Es war ein Stück weit eine Hauruckaktion“, sagte El-Cheikh. Erst am Freitag hatte die Stadt beschlossen, das Bändchenmodell wie in anderen hessischen Kommunen einzuführen.

Schnellere Kontrollen

Nidda im Wetterau-Kreis war die erste Kommune. Wetzlar, Alsfeld (Vogelsberg), Limburg, Hofheim, Bad Homburg und Offenbach als erste Großstadt sind nachgezogen. In Frankfurt und anderen Städten wird das Ganze noch geprüft. „Wir wollen jetzt erst mal schnell ein System für die Zeit bis zum Jahresende etablieren. Dann können wir aus den ersten Erfahrungen lernen und jederzeit nachsteuern und die Aktion gegebenenfalls in angepasster Form verlängern“, erklärt Offenbachs Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD).

Auch mit dem Bändchen-Modell werden Handel und Gastronomie weiterhin direkt an der Tür jeden Kunden und jede Kundin kontrollieren müssen. Wer kein Bändchen hat, muss weiterhin überall einen 2G-Nachweis vorzeigen. „Aber das Bändchen ist schneller kontrolliert als Personalausweis und Impfnachweis. Und das gilt insbesondere für alle, die an einem Tag in mehr als einen Laden wollen – die ersparen sich den Prozess gleich mehrfach“, sagt Schwenke.

In Bayern ist das Bändchenmodell indes gestoppt worden mit Verweis auf die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Die besagt, dass bei jeder Einrichtung, bei der 2G gilt, diese auch kontrolliert werden muss. Beim Bändchenmodell würde aber nur das Vorhandenseins eines Bändchens kontrolliert, nicht aber Impfstatus und Identität. Das hessische Sozial- und Gesundheitsministerium hält das Bändchenmodell für unproblematisch. „Voraussetzung ist aber, dass diese Bändchen tatsächlich nur an berechtigte Personen ausgegeben werden, und dass die Bändchen nicht wieder- oder weiterverwendbar sind“, teilte das Ministerium auf Anfrage mit. Trotz Bändchen müsse der entsprechende Nachweis mitgeführt und auf Verlangen vorgezeigt werden.

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