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Chefin einer ganz besonderen Schule

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Frauke Piorreck kennt die PRS wie ihre Westentasche. Jetzt tritt sie als Schulleiterin in die Fußstapfen von Ellen Kaps. Schuricht
Frauke Piorreck kennt die PRS wie ihre Westentasche. Jetzt tritt sie als Schulleiterin in die Fußstapfen von Ellen Kaps. Schuricht © Schuricht

Frauke Piorreck ist neue Leiterin der PRS

FRIEDRICHSDORF - Als Frauke Piorreck an die Philipp-Reis-Schule (PRS) kam, war sie tief beeindruckt. „Der Vertretungsplan war eine digitale Anzeige, die Lehrer nutzten USB-Sticks statt Kreide, da es in jedem Klassenraum Smartboards gab, und das Kollegium war untereinander ganz selbstverständlich vernetzt und kommunizierte via E-Mail“, erinnert sie sich. „Das so zu erleben, war für mich etwas ganz Besonderes“, erzählt die 51-Jährige. Über fünf Jahre ist das jetzt her. Im April 2017 kam Piorreck als stellvertretende Schulleiterin an die PRS. Jetzt ist die kooperative Gesamtschule wieder auf der Suche nach einer stellvertretenden Schulleitung, denn Piorreck hat eine neue Aufgabe übernommen. Sie ist die neue Schulleiterin und damit Nachfolgerin von Ellen Kaps, die Ende des vergangenen Schuljahres in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet wurde.

Trotz der herausfordernden ersten Wochen der Einarbeitungsphase als Leiterin der größten Schule im Kreis - ein Job, der mit langen Bürotagen, die jetzt mit noch mehr Verwaltungsarbeiten und bürokratischen To-dos gefüllt sind - liebt Piorreck ihren neuen Job von der ersten Minute an.

„Für diese Schule zu arbeiten, gefällt mir sehr, denn hier wird man nicht allein gelassen. Die PRS mit all ihren Menschen liegen mir einfach sehr am Herzen.“ Wichtig sei ihr als Leiterin, „dass wir alle gemeinsam daran arbeiten, unsere Schule weiterzuentwickeln. Der Teamgedanke zählt“, betont Frauke Piorreck und erzählt von einem neuen Projekt: „Wir gehören seit Beginn des Schuljahres zu den hessenweit zwölf Pilotschulen, an denen in den Klassen fünf das neue Schulfach Digitale Welt unterrichtet wird.“

Wunsch nach mehr Informatik-Lehrkräften

Dabei lernen die Schüler Grundlagen der Informatik, verbunden auch mit den Themen Ökologie und Ökonomie. Neben der Vermittlung von Grundlagen des Programmierens gehe es auch um die wichtigen Themen wie Datenschutz, Cyberkriminalität und verantwortungsbewusste Mediennutzung. „Was wir uns wünschen, ist, dass wir an unserer Schule mehr Informatiklehrer hätten“, berichtet sie. Dann könnte man auch in der Oberstufe einen Informatik-Leistungskurs anbieten, meint Piorreck. Ganz entscheidend für den Wohlfühlcharakter an der PRS ist für Piorreck, dass man überall im Gebäude „die Schülerhand“ sehe. „Das reicht von der von Schülern gebauten Bücherzelle über die von den Schülern betreute Pflanzen in den Fluren bis hin zu den Friedenstauben, die in unserem Foyer hängen“, so die neue Leiterin. Wenn jetzt noch die derzeit ausgeschriebene Stelle der stellvertretenden Schulleitung besetzt werden kann, ist Piorrecks PRS-Glück perfekt.

Der Berufswunsch Lehrerin kam bei der Frankfurterin schon als Schülerin auf. „Ich habe Nachhilfe gegeben und hatte großen Spaß dabei. Zudem hatte ich selbst tolle Lehrer und habe dann nach dem Abitur Lehramt in Frankfurt und Birmingham studiert.“ Ihr Referendariat absolvierte sie am Georg-Büchner-Gymnasium in Bad Vilbel, danach bekam sie eine Planstelle an der Weibelfeldt-Schule. „Diese Schule ist wie die PRS eine kooperative Gesamtschule.“

Auch dort war Piorreck, die Englisch und Geschichte studiert hat, in Leitungsfunktion tätig, Sie hat zudem für Referendare aus anderen Schulen Fortbildungen geleitet und dabei auch schon, ohne es zu wissen, künftige Kollegen von der PRS geschult.

Knapp 20 Jahre war sie in Dreieich. „Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und wollte gar nicht weg“, sagt sie. „Doch dann wurde sie gefragt, ob sie sich vorstellen könnte, in das Schulleitungsteam der PRS zu wechseln. Es folgten viele Gespräche mit Ellen Kaps. „Ich merkte aber sofort: Die Chemie stimmt zwischen uns, und ich hatte schnell das Gefühl, zu dieser Stelle kann ich nicht Nein sagen“, blickt sie zurück. „Nein sagen“ war für sie auch keine Option, als der Platz als Schulleiterin frei wurde.

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