Bad Vilbel

Vertrag lässt nur hochwertige Bebauung zu

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"Europas größtes Innovationsquartier", das Spring Park Valley, nimmt die Hürde im Parlament. Cesa will die Flächen behalten.

Die Stadt Bad Vilbel hat den Verkauf der 90 000 Quadratmeter für den Hightech-Campus „Spring Park Valley“ daran gekoppelt, dass das Bebauungskonzept der Berliner Unternehmensgruppe Cesa und des Bad Homburger Unternehmers Jörg-Peter Schultheis realisiert wird. Der für die Wirtschaftsförderung zuständige Stadtrat Klaus Minkel (CDU) teilte am Mittwoch auf Anfrage mit, die Bebauung müsse zumindest „in Anlehnung“ an die bekannten Vorschläge erfolgen. Der Verkauf der 90 000 Quadratmeter sei beurkundet, der Kaufpreis werde fällig, wenn die Änderung des Bebauungsplanes rechtskräftig sei, sagte Minkel. Das wird wohl im Frühjahr 2019 der Fall sein.

Die Frage, wer genau der Käufer sei, wusste Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) am Dienstag im Stadtparlament nicht zu beantworten. Die Cesa-Gruppe teilte gestern  mit, Käufer sei die von Cesa gegründete Projektgesellschaft „Cesa Spring Park“.

Geschäftsführer der in Berlin ansässigen GmbH sind die beiden Cesa-Chefs Achaz von Oertzen und Zeynep Dengi. Gegenstand der Spring Park Valley GmbH ist „der Erwerb, die Entwicklung und die Verwaltung von unentwickelten Grundstücksflächen in Bad Vilbel sowie die Verwaltung eigenen Vermögens“. Unternehmer Schultheis ist nach eigenen Angaben mit zehn Prozent an der Gesellschaft beteiligt. Weiterverkaufen werde man die Flächen nicht, versichert Cesa. Auch sei nicht geplant, die Projektgesellschaft zu verkaufen.

Wie berichtet, wollen Cesa und Schultheis im Baugebiet Quellenpark für 800 Millionen Euro „Europas größtes Innovationsquartier“ schaffen, eine Smart City für innovative große Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups. Am Dienstag ist Bad Vilbel seinem Valley einen Schritt näher gekommen. Eine Mehrheit im Stadtparlament billigte den Bebauungsplanentwurf. Die SPD-Fraktion sowie zwei Stadtverordnete der Freien Wähler lehnten ihn ab. Abermals wurde heftige Kritik an dem Vorhaben laut. SPD-Fraktionschef Christian Kühl sagte, seine Partei werde „keinen Freifahrtschein für Investoren ausstellen, die zwar innovative Ideen haben, deren Umsetzung sie aber nicht mit belastbaren Fakten belegen können“.

Schultheis hatte vorige Woche im Bauausschuss erklärt, er könne noch keine möglichen Nutzer nennen. Dies habe er so mit diesen vereinbart. Dafür müsse zunächst die Änderung des Bebauungsplans beschlossen werden.

Laut Erstem Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) können nun die Öffentlichkeit und die Träger öffentlicher Belange vom 16. November bis 17. Dezember zu den Planunterlagen Stellung nehmen.

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