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Eine Warnweste mit dem Verdi-Logo und roter Trillerpfeife.

Hessen

Verdi fordert sechs Prozent

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Die Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst beginnen am 1. Februar. Die beteiligten Gewerkschaften wollen sechs Prozent mehr für die Beschäftigten.

In den Tarifverhandlungen mit dem Land Hessen wollen die beteiligten Gewerkschaften sechs Prozent mehr für die Beschäftigten fordern. Die Tabellenentgelte im hessischen Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TV-H) sollen um mindestens 200 Euro steigen, Auszubildende und Praktikanten sollen 100 Euro mehr im Monat bekommen. Das teilte die Gewerkschaft Verdi Hessen am Mittwoch mit.

Verdi verhandelt vom 1. Februar an in Wiesbaden zusammen mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, der Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt, der Gewerkschaft der Polizei und dem DBB Beamtenbund und Tarifunion. Dabei geht es um Löhne und Gehälter für 45 000 Landesbeschäftigte der Landesverwaltungen, Straßenmeistereien, der Forstwirtschaft, bei Gerichten, im Justizvollzugsdienst, im Sozial- und Erziehungsdienst und anderen Landeseinrichtungen. Das Ergebnis solle zeit- und wirkungsgleich auf die Beamten und Ruheständler übertragen werden, sagte Verdi-Tarifkoordinator Jens Ahäuser.

Hessen gehört als einziges Bundesland nicht der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) an. Die Tarifverhandlungen für die anderen 15 Bundesländer werden teilweise parallel in Potsdam geführt. Dort gehen die Gewerkschaften mit den gleichen Kernforderungen in die Verhandlungen wie in Hessen.

Gewerkschafter Ahäuser begründete die Forderungen damit, dass die Steuereinnahmen sprudelten und der öffentliche Dienst maßgeblich dazu beitrage.

Hessen war 2004 aus der Tarifgemeinschaft der Länder ausgetreten. Seither waren einige spezielle Regelungen für hessische Beschäftigte vereinbart worden, im vorigen Jahr etwa das kostenlose Jobticket für Landesbedienstete. In den Koalitionsverhandlungen mit der CDU haben die Grünen durchgesetzt, dass Gespräche über einen möglichen Wiedereintritt mit der TdL aufgenommen werden sollen. Man wolle klären, „ob und wie das Land Hessen unter Beibehaltung der Vorteile des TV-H in die TdL zurückkehren kann“, heißt es im Koalitionsvertrag. (mit dpa)

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