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Hessens Finanzminister Thomas Schäfer weiß durchaus, wohin mit seinem Geld - beziehungsweise mit dem des Landes.

Hessen

Steuerplus fällt geringer aus als erwartet

Nach der aktuellen Steuerschätzung nimmt Hessen im kommenden 300 Millionen Euro mehr ein als ursprünglich im Haushalt veranschlagt.

Nach der jüngsten Steuerschätzung kann Hessen im Jahr 2019 mit gut 300 Millionen Euro mehr rechnen als bislang kalkuliert. Allerdings fällt das Plus nicht mehr ganz so groß aus wie noch im Mai erwartet. Da war Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) von 370 Millionen Euro an zusätzlichen Einnahmen ausgegangen, als im Haushaltsplan des Landes für 2019 veranschlagt war.

„Die Inlandsnachfrage läuft und mit ihr die entsprechenden Steuereinnahmen“, sagte Schäfer am Donnerstag in Wiesbaden. „Doch außerhalb nimmt die Liste der Risiken, die die Entwicklungschancen der Exportnation Deutschland dämpfen, leider eher zu als ab: Trump, Brexit und Italien sind nur drei Stichworte.“

Für das Jahr 2018 wurde die Prognose vom Mai bestätigt, wonach Hessen in diesem Jahr rund 300 Millionen Steuer-Mehreinnahmen einstreichen kann. Schäfer hatte angekündigt, von dem zusätzlich eingenommenen Geld alte Schulden in Höhe von rund 200 Millionen Euro zu tilgen und die Rücklage für schlechtere Jahre aufzustocken.

Zweimal im Jahr, einmal im Frühjahr und einmal im Herbst, kommt der Arbeitskreis Steuerschätzung zusammen, der die voraussichtlichen Steuereinnahmen des Staates berechnet. Das hessische Finanzministerium leitet auf dieser Grundlage dann die Steuer-Prognose für das Land ab. (dpa)

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