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Ein Mann sitzt in einer Wahlkabine.

Landtagswahl in Frankfurt

Seltsame Ergebnisse bei der CDU

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Die CDU hat in einigen Stimmbezirken in Frankfurt so ungewöhnlich schlecht abgeschnitten, dass dahinter Fehler stecken könnten. Das Wahlamt hat alle Niederschriften der Wahlvorstände geprüft, äußert sich aber noch nicht zu den Auffälligkeiten.

Wenn der Frankfurter Wahlausschuss am Mittwochmorgen zusammenkommt, dürfte er sich auch mit seltsamen Ergebnissen der CDU in einigen Wahlbezirken befassen. Auffällig ist etwa, dass die Partei bei der Landtagswahl in einem der drei Stimmbezirke in der Oberräder Gruneliusschule lediglich auf 6,9 Prozent der Zweitstimmen kam, in den beiden anderen Stimmbezirken aber auf 20,4 und 23,6 Prozent. Noch erstaunlicher: Im selben Stimmbezirk, in dem die CDU bei der Zweitstimme so miserabel abschnitt, machten immerhin 23,4 Prozent der Wähler ihr Kreuz beim CDU-Direktkandidaten Michael Boddenberg.

Trotz landesweiter Verluste etwas zu niedrig wirkt auch das CDU-Ergebnis in der Freiherr-vom-Stein-Schule in Sachsenhausen, wo die Partei sogar nur auf 6,2 Prozent der Zweitstimmen kam. Und das in einem Stadtteil, in dem die CDU insgesamt immerhin auf 23,3 Prozent kam.

Das Wahlamt wollte sich am Freitag auf Anfrage der FR nicht näher zu diesen und weiteren seltsamen Ergebnissen äußern, über die zuerst die FAZ berichtet hatte. Alle Niederschriften der Wahlvorstände seien geprüft worden, hieß es lediglich. Wahlleiterin Regina Fehler werde erst dem Wahlausschuss über mögliche Auffälligkeiten berichten.

Bei der Frankfurter Oberbürgermeisterwahl im Februar war es zu einem Fehler gekommen. Damals vermeldeten die städtischen Statistiker im ersten Wahlgang den ganzen Tag über eine sehr hohe Wahlbeteiligung, die sie später wegen falscher Bezugszahlen korrigieren mussten.

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