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Neonazi-Aufmarsch in Frankfurt.

Innenministerium

Mehr Waffen bei Rechtsextremen entdeckt

Die Zahl der Waffen und der waffenrechtlichen Erlaubnisse von Rechtsextremen ist in Hessen gestiegen.

Die Zahl der Waffen und der waffenrechtlichen Erlaubnisse von Rechtsextremen ist in Hessen gestiegen. Nach Angaben des Innenministeriums besitzen derzeit 55 Personen eine derartige Erlaubnis, nachdem es 2015 noch 49 Rechtsextreme waren. Bei den Langwaffen habe es einen Zuwachs von 60 auf 166 und bei den Kurzwaffen von 30 auf 58 Waffen im Besitz von Rechtsextremen gegeben.

Ein Ministeriumssprecher erklärte die Entwicklung am Donnerstag in Wiesbaden mit einem erhöhten Verfolgungsdruck auf die Szene durch ein gezielteres Verfahren bei den Ermittlungen.

Den Waffenbehörden würden seit dem Vorjahr auch Fälle zur Verfügung gestellt, bei denen die Sicherheitsbehörden die vorliegenden Informationen teils als nicht gerichtsverwertbar einstuften. Auf diesem Weg würden die Behörden aber sensibilisiert, und es würden mehr Rechtsextreme bekannt, darunter gerade auch Personen, die sich als Jäger darstellten und deshalb über Schusswaffen verfügten.

Die Vizevorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Lisa Gnadl, nannte die Entwicklung äußerst besorgniserregend. Die Zahlen ließen befürchten, dass die immer wieder beschriebenen Maßnahmen von Innenminister Peter Beuth (CDU) keinerlei Wirkung zeigten. Es müssten nun dringend die waffenrechtlichen Erlaubnisse aller rechtsextremen Personen neu auf den Prüfstand gestellt werden. (dpa/lhe) 

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