+
Viele stört der Fluglärm in der Nacht.

Kommentar

Lärmterror beenden

  • schließen

Die von der CDU erwähnten weiteren Schritte am Frankfurter Flughafen müssen bald erfolgen.

Es lebe der Hessen-Wahlkampf. Er bringt Themen voran, die seit Monaten stocken. Bislang hat Fraport rigoros höhere Entgelte für verspätete Nachtlandungen abgelehnt. Da konnte die Fluglärmkommission noch so viel Briefe an den Vorstand schicken. Doch auch potenzielle CDU-Wähler leiden unter dem nächtlichen Lärm, der drastisch zugenommen hat, seitdem sich Fraport der Billigflieger-Sparte geöffnet hat.

Und so kam es zu einem Parteitagsbeschluss, der doch den einen oder anderen überraschte: Man werde mit Fraport „prüfen“, ob höhere Landeentgelte etwas bringen. Und: „Weitere Schritte behalten wir uns vor.“ Das sind klare Worte, an denen die Wähler die CDU messen sollten, wenn sie nach dem 28. Oktober weiter in Regierungsverantwortung steht. In den nächsten Monaten wird es zwar nachts wieder leiser. Doch im Sommer geht das Spiel mit Sicherheit wieder von vorne los.

Die von der CDU erwähnten weiteren Schritte müssen bald erfolgen. Nicht erst, nachdem die Bevölkerung ein zweites Halbjahr dem nächtlichen Lärmterror am Himmel ausgesetzt ist. Die Erfahrung zeigt, dass durchschnittlich 7,5 Landungen pro Tag nach 23 Uhr das Maß des Erträglichen überschreiten. Es wurde wahllos eine Zahl festgelegt, die den Realitätstest nicht bestanden hat. Der Planfeststellungsbeschluss muss geändert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare