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In der Stadtwache werden Anzeigen sowie Hinweise zu Straßenschäden entgegengenommen.

Kommunalpolizei in Darmstadt

Kommunalpolizei zeigt Präsenz in der Innenstadt

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Die neue Stadtwache der Kommunalpolizei in der Fußgängerzone in Darmstadt eröffnet. Die Stadt hat das ehemalige Ladenlokal umgebaut und zahlt eine monatliche Miete von 3500 Euro.

Mehr als zwei Monate später als ursprünglich geplant ist an der Wilhelminenstraße die neue Stadtwache für die Darmstädter Kommunalpolizei eröffnet worden. Schon vor einem Jahr hatte Bürgermeister und Ordnungsdezernent Rafael Reißer (CDU) mitgeteilt, die Stadt habe ganz in der Nähe des zentralen Luisenplatzes geeignete Räume gefunden. Die vergangenen Monate benötigte der Eigenbetrieb Immobilienmanagement der Stadt, um die Nutzung der Räume vertraglich zu regeln.

Die Stadt hat das ehemalige Ladenlokal umgebaut und zahlt eine monatliche Miete von 3500 Euro, wie Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) am Montag anlässlich der Eröffnung des neuen Standortes der Kommunalpolizei im Beisein von Innenminister Peter Beuth (CDU) mitteilte. Die Einrichtung der Stadtwache geht auf eine Vereinbarung im Koalitionsvertrag von Grünen und CDU zurück.

Die „höhere Präsenz der Kommunalpolizei“ und das „zusätzliche Serviceangebot“ für die Bürgerinnen und Bürger werde zu einer „Erhöhung der öffentlichen Sicherheit in der Innenstadt beitragen“, äußerte Partsch. Er räumte zugleich ein, dass die Zahl der Straftaten rund um den Luisenplatz in den vergangenen Jahren „nicht besonders zugenommen“ habe. Zwar gebe es „objektive Sicherheitsprobleme“, allerdings fühlten sich auf dem zentralen Umsteigeplatz für Straßenbahn- und Busfahrer etliche Bürger subjektiv nicht wohl, weiß Partsch aufgrund von etlichen Gesprächen.

Mehrere neuralgische Punkte

Nach Erkenntnissen der Polizei gibt es vor allem auf dem Luisenplatz, in der Georg-Büchner-Anlage vor dem Staatstheater, auf dem Friedensplatz und dem Marktplatz „mehrere neuralgische Punkte“, an denen regelmäßig Straftaten etwa durch Diebe oder Drogenhändler begangen werden.

Nach Einschätzung von OB Partsch und Bürgermeister Reißer bot sich der Standort der Stadtwache an der Wilhelminenstraße an, weil er zum einen in der Fußgängerzone gut erreichbar sei. Zum anderen könne die Kommunalpolizei bei Beschwerden und Hinweisen nun „noch schneller und gezielter reagieren“. Damit in der neuen Wache immer zwei Kommunalpolizisten ansprechbar sind, will die Stadt  vier Vollzeitstellen besetzen, sodass künftig 55 Menschen für die Kommunalpolizei arbeiten werden. Laut Partsch liegen der Stadt mehr als 80 Bewerbungen für die vier neuen Stellen vor.

In die neuen Räumen ist auch ein Servicetresen eingebaut worden, auf dem Bürger gleich am ersten Eröffnungstag der „Bußgeldkatalog für Verstöße gegen die Präventionskonvention“ als handliches Flugblatt zum Mitnehmen angeboten wurde. Bürger erfahren in dem Flyer, dass Verunreinigungen durch das Wegwerfen etwa von Zigarettenkippen, Flaschen, Dosen oder Papier 20 Euro kostet. Wer Kot von Tieren nicht beseitigt, Lebensmittel oder Kaugummis achtlos wegwirft, muss 35 Euro berappen. Und 50 Euro kostet es, wenn man etwa seine Notdurft außerhalb von Toilettenanlagen verrichtet oder Sperrmüll unerlaubt abstellt.

Am kommenden Donnerstag, 8. März, wird Sabine Thurau, die Präsidentin des Hessischen Landeskriminalamtes, im Alten Landratsamt, Rheinstraße 67, um 19.30 Uhr über das Thema „Voller Einsatz für Ihre Sicherheit in Hessen und Darmstadt“ sprechen. Zu dem Vortrag mit anschließender Diskussion lädt die Darmstädter CDU ein.

Geöffnet ist die neue Stadtwache, Wilhelminenstraße 5a, montags bis freitags zwischen 10 und 20 Uhr sowie samstags von 10 bis 18 Uhr.

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