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Noch halten die drei Karakulschafe etwas Abstand zu den Besuchern im neuen Streichelgehege.

Vivarium in Darmstadt

Hoffen auf Schaf-Nachwuchs

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Das neue Streichelgehege im Vivarium haben Mitarbeiter in Eigenleistung gebaut. Der neue Pächter des Cafés Eulenpick zeigt sich mit dem Probebetrieb zufrieden.

Zögerlich schauen die drei Karakulschafe aus ihrem Stall, nur langsam wollen sie „ihr“ Gelände in Besitz nehmen. Erst das von einer Tierpflegerin ausgestreute Kraftfutter samt Karotteneinlage ist dann doch verlockend genug, um die drei zotteligen Schafe auf ihre Anlage zu locken.

„Die werden schon noch zutraulicher, wenn sie sich eingelebt haben“, sagt Frank Velte, Zoopädagoge im Tierpark Vivarium. Seit dem Wochenende ist ein zweites Streichelgehege im Tierpark eröffnet. Unterhalb des im vergangenen Sommer eröffneten Tapir-Erlebnispfads, im ehemaligen Yak-Gehege liegt es und beherbergt drei Schafe sowie einen Bock. „Der würde es nicht dulden, dass wir uns seinen Damen nähern“, sagt Velte, deshalb trennt ein Zaun den Bock vom Streichelgehege.

Namen haben die vier neuen Vivarium-Bewohner noch keine. „Das Namensgebungsrecht liegt bei den Tierpflegern, vielleicht zeigen die vier noch Charaktereigenschaften, die bei der Namensvergabe helfen“, sagt Velte. Die in Zentralasien beheimateten Karakulschafe sind vom Aussterben bedroht, in Deutschland waren sie bislang einzig im Tiergarten Bernburg (Sachsen-Anhalt) zu sehen.

Möglich wurde das zweite Streichelzoo-Gehege neben dem mit den afrikanischen Zwergziegen durch eine Spende der Bauverein AG. „Wir haben die Anlage mit 6000 Euro finanziert“, sagt Sybille Wegerich vom Vorstand der Bauverein AG. Gebaut wurde das Gehege in Eigenleistung von den Mitarbeitern des Vivariums, die den Stall renovierten, Drainagen in den Boden einzogen oder die zäune bauten. „Wir haben nur begrenzte Mittel im Haushalt für das Vivarium, daher sind wir auf Spenden von Bürgern und Unternehmen angewiesen sowie auf tatkräftige Hilfe“, sagt Stadtkämmerer André Schellenberg (CDU).

Mit den Karakulschafen möchte der Tierpark züchten: Der Bock ist zwei Jahre alt, die drei Schafe im vergangenen Februar und April geboren. „Mit fünf Monaten sind die Schafe geschlechtsreif“, sagt Velte, „wir hoffen, dass es noch in diesem Jahr Nachwuchs geben wird.“ Zumindest am Eröffnungstag zeigten die drei Schafe wesentlich mehr Interesse am Bock als an den Besuchern,

Neben tierischen Neuigkeiten gab es am Wochenende auch die offizielle Eröffnung des neugestalteten Cafés Eulenpick. Nach knapp zwei Wochen Probebetrieb zeigt sich der neue Pächter, Gastronom Ioannis Patsakas, zufrieden. „Natürlich ist es noch Luft nach oben, die ganzen Abläufe müssen noch in Fleisch und Blut übergehen“, sagt der 43-Jährige.

Zwölf Tische stehen in dem frisch renovierten Gastraum, alles ist in Holz gehalten. Neue Lampen hängen von der Decke, im Kassen- und Kioskbereich sollen demnächst dimmbare LED-Lampen angebracht werden. „Außerdem arbeiten wir dran, dass es demnächst etwas Musik geben wird“, sagt Patsakas. Sein Konzept, auf regionale Anbieter zu setzen, werde gut angenommen, besonders das neue Pasta-Angebot erhalte viel Lob von Besuchern.

„Ich werde schauen, wie der Februar läuft und im März wird die Speisekarte noch einmal überarbeitet“, kündigt Patsakas an. Mit dem Ergebnis der vergangenen zwei Wochen ist er zufrieden, auch wenn viel Arbeit in der Neueröffnung stecke. „Mein ganzes Augenmerk liegt auf dem Café Eulenpick“, sagt er, spätestens Ende März werde er dann die Neugestaltung des Platzes vor dem Café angehen.

„Gut, dass die Preise familienfreundlich bleiben“, sagt eine Besucherin, die mit ihrer Tochter regelmäßig das Vivarium besucht. Dass der Platz neu gestaltet werden soll, gefällt ihr. „Der schaut halt trist aus“, sagt sie.

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